Coaching Kitaverpflegung

Kleines Mädchen mit Zöpfen hält Gabel in der Hand und isst Gemüse

© Thinkstock

Individuelles Coaching führt zu kreativen Lösungswegen:

Hinter dem Begriff steckt ein gebührenfreies Angebot für Kindertageseinrichtungen, die ihr Verpflegungsangebot optimieren möchten. Ziel ist es, die Mittagsverpflegung gesundheitsförderlich, wertgeschätzt, nachhaltig und ökonomisch zu gestalten und damit die Bayerischen Leitlinien für die Kitaverpflegung umzusetzen. Den Kitas steht ein Coach mit Rat und Tat zur Seite, um ein individuelles Konzept zu erarbeiten, das alle verantwortlichen Akteure und Entscheider mittragen.

Neue Coaching-Runde

Kitas können sich für eine Teilnahme am Coaching Kitaverpflegung im Kitajahr 2018/2019 bewerben.

Teilnehmende Kitas 2017/2018

AWO Kinderhaus Straßäckerallee, 85774 Unterföhring

Das Gebäude
In dem AWO Kinderhaus Straßäckerallee 11 werden derzeit 198 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren in 4 Krippen und 6 Kindergartengruppen betreut. Die Einrichtung befindet sich in Unterföhring am nördlichen Stadtrand zu München. Für die Verpflegung sind ein ausgebildeter Koch und eine ausgebildete Köchin zuständig. Unterstützt werden sie von 4 Mitarbeitern des Hauswirtschaftspersonals. Das Küchenteam versorgen die Kinder in der hauseigenen Küche mit Frühstück, Mittagessen und einem Nachmittagssnack inklusive Getränken. Da die Verpflegung der Kinder vor Ort hergestellt wird, kann das Küchenteam auf kulturelle und gesundheitliche Besonderheit der Kinder achten.
Dabei ist es ihnen wichtig, den Kindern eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung anzubieten. Die Kindergartenkinder essen ihr Mittagessen in der Mensa, in 2 Gruppen, diese ist direkt anliegend an der Küche und bietet den Kindern die Möglichkeit eine direkte Rückmeldung an das Küchenteam zu geben. Die Krippenkinder nehmen ihre Mahlzeit in den Gruppenräumen ein. Derzeit wird die Mensa mit einen Akustikkonzept, um den Lärm einzusäumen, ausgestattet.

Ziele

Das Kinderhaus hat es sich zum Ziel gesetzt, trotz der hohen Anzahl an täglich zubereiteten Essen, eine hohe Qualität zu bieten. Auch möchte man die Kinder an viele verschiedene Geschmacksrichtungen und Zubereitungsformen heranführen, um hier schon früh eine hohe Akzeptanz und Gewöhnung an die große Vielfalt unserer Lebensmittel zu erreichen. Dabei steht die Selbstbestimmung der Kinder immer im Vordergrund.
Zur Erhöhung der Akzeptanz sollen die Kinder in die Speiseplanung mit einbezogen werden. Auch die Eltern und das pädagogische Personal möchte man in Zukunft besser über die Verpflegung und die eingesetzten Lebensmittel informieren.

Herausforderungen

Um diese Ziele zu erreichen, hat sich das Kinderhaus den folgenden Herausforderungen gestellt:

  • Um intern für alle Mitarbeiter der Einrichtung und extern für alle Eltern und Interessierte einen umfassenden Überblick über alle Aspekte der Verpflegung geben zu können, soll ein Verpflegungsleitbild erstellt werden. An diesem Leitbild müssen alle beteiligten Personen aktiv mitarbeiten und dieses gemeinsam tragen.
  • Zur besseren Planung und Einbindung der Kinder und des päd. Personals wünscht sich die Küche ein regelmäßiges Feedback-System. Diese soll Auskunft über die Zufriedenheit geben, aber auch die Möglichkeit bieten der Küche Wünsche und Anregungen mit zu teilen. Die Idee "Kinder malen Ihr Wunschessen" kommt bereits sehr gut an.
  • Um die Kinder mehr über das Mittagessen und die Lebensmittel im Allgemeinen zu informieren, soll es mehr Projekte zu diesem Themenkreis geben.
An jedem Tag soll eine kurze Zeit gefunden werden zu der den Kindern das jeweilige Mittagessen und die darin verwendeten Lebensmittel von dem päd. Personal vorgestellt werden. Dazu gibt es auch bereits einen bebilderten Speiseplan, welcher täglich das Gericht mit ihren Komponenten vorstellt. Dieser spezielle Kinder-Speiseplan ist bereits sehr schön und visuell ansprechend seit langer Zeit umgesetzt und hängt am Eingang zum Speisenraum.
  • Den Kindern werden regelmäßig Koch- und Backtage angeboten. Diese könnten sich in Zukunft auch mit "normalem" Essen beschäftigen. Vielleicht wäre es dann sogar möglich, dass diese Speisen Einzug halten in das reguläre Mittagessen. "Kinder kochen für Kinder"
  • Die Kommunikation zu den Eltern soll noch verbessert werden. Hier wird u. a. ein neuer Ort für den Aushang des Speiseplans gesucht. Die Eltern sollen aber auch über die verwendeten Lebensmittel informiert werden. Eine Übersicht der aktuellen Lieferanten soll dazu erstellt werden. Auch das neue Konzept der Geschmacksvielfalt in der Verpflegung muss den Eltern vorgestellt werden. Hierzu sind Elterninformationsabende geplant.
    Beim ersten Elternabend im neuen Kita-Jahr wurde dies bereits in einem Workshop vorgestellt. Dies soll regelmäßig fortgesetzt werden.
  • Die Gesamt-Essensmenge ist manchmal zu groß. Hier wird über neue Wege der Essensausgabe nachgedacht um die Essensreste von den Tischen zu reduzieren.
  • Der regionale Einkauf könnte noch erhöht werden.
  • Der pädagogische Happen wird vom Personal nicht erwartet. Die Küche würde sich dies als Vorbildfunktion wünschen. Hier wird über Lösungswege nachgedacht.
  • Der Speisesaal war bis vor kurzem noch sehr laut. Dies konnte bereits durch optisch ansprechende Wandbehänge erheblich verbessert werden.
AWO Kinderhaus Straßäckerallee
Daniela Fuchs-Kroll
Straßäckerallee 11, 85774 Unterföhring

www.awo-obb-kinder.de/unsere-kitas/ Externer Link

Kinderhaus die "Wolperdinger", 85435 Erding

Gebäude Wolperdinger
Die Einrichtung betreut Kinder im Alter von 1 bis 10 Jahren in drei Krippen-, einer Kindergarten-, einer Schulkindergarten- und einer Hortgruppe. Das Leitbild richtet sich nach dem Vorbild Maria Montessoris: "Hilf mir, es selbst zu tun". In der hauseigenen Küche wird täglich frisch gekocht. Auch der BRK-Schulkindergarten am Grünen Markt sowie die nahegelegene Grundschule werden mit Essen versorgt.

Ziele

Für das Kinderhaus die "Wolperdinger" stand es vom ersten Tag an im Vordergrund die Eltern und die Kinder an ein gesundes Essen heranzuführen. Man entschied sich nach den Leitlinien "Fit-Kid" zu kochen. Leider ist damals der neue Speiseplan an den Eltern und den Kindern gescheitert. Nun will man noch mal neu starten und mit Hilfe des Coachings die Küche und die Eltern auf den gleichen Nenner bringen.
Des Weiteren hat sich das Kinderhaus das Ziel gesetzt, den Kindern Werte im Bereich der Esskultur und der Wertschätzung unserer Lebensmittel und deren Produktion mit auf den Weg zu geben.

Herausforderungen

Die besondere Herausforderung besteht darin alle mit ins Boot zu nehmen. Dies bedarf vieler kleiner Ziele und Lösungen.

  • Die Kinder sollen nach ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt werden. Dies kostet Zeit. Einfache Ideen sind hier gefragt.
  • Die Kinder könnten mehr an der Zubereitung von Speisen beteiligt werden. Hierfür stünde eine Zwergen-Küche zur Verfügung, die leider nicht aktiviert worden ist. Man versucht nun Lösungen zu finden, um die Kinder aktiv einbinden zu können und sie regelmäßig an dem "normalen" Produktionsprozess von Speisen teilhaben zu lassen.
  • Das Küchenteam braucht neue Ideen der Zubereitung sowie der Speiseplanung um die Kriterien des Speiseplan-Checks zu erfüllen. Mehr Zeit wird benötigt für die Speiseplanerstellung.
  • Die Akzeptanz von Fisch und Gemüse soll bei den Kindern erhöht werden.
  • Das Küchenpersonal möchte mehr in die Budget-Planung eingebunden werden.
  • Mehr Gemüse und Salat sollte angeboten werden und mehr "Handwerkliches" will gemacht werden. Um dies zu realisieren, ist die Personaldecke sehr eng. Über Umstrukturierungen wird nachgedacht.
  • Die Eltern müssen über das Verpflegungskonzept informiert werden, um hier das Verständnis und die Akzeptanz zu erhöhen. Dies soll durch Elternabende und Kochworkshops umgesetzt werden.
  • Um Eltern, Kinder und pädagogisches Personal zu informieren, könnten Leitlinien der Verpflegung schriftlich festgehalten werden. Ein Verpflegungsleitbild könnte in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erstellt werden. Dies gibt Sicherheit auf allen Seiten, bringt Verständnis und erhöht die Akzeptanz. Hierbei soll auch die Wertebildung im Bereich der Esskultur und der Tischmanieren einen Platz bekommen. Ein Verpflegungskonzept kann allen Interessierten ausgegeben werden und ist nicht an den Besuch eines Elternabends gebunden.
  • Für alle Neuerungen bedarf es einer guten Kommunikation. Alle Beteiligten sollen mit eingebunden werden. Gerne können auch Personen aus den verschiedenen Bereichen in ganz neuen Themen mitarbeiten. Z. B. könnten auch engagierte Eltern oder interessierte Kollegen aus dem pädagogischen Bereich die Bilder für den bebilderten Speiseplan erstellen. Neue Ideen werden gemeinsam gesucht!
Kinderhaus die "Wolperdinger"
Iris Bergmann
Am Ludwig-Simmet-Anger, 85435 Erding

brk.de/was-wir-tun/ps/kindertageseinrichtungen Externer Link

Kita Regenbogen, 85386 Eching

Eingang der Kita
In der evangelischen Kindertagesstätte Regenbogen Eching werden ca. 90 Kinder in vier Gruppen betreut. Drei Gruppen sind altersgemischt mit jeweils 25 Kindern zwischen 2,5 Jahren bis zum Schuleintritt, in einer weiteren Gruppe werden vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder aus dem Gemeindebereich gezielt auf den Schulbesuch vorbereitet. Die Zahl der Essenskinder ist im Laufe der Jahre stark angestiegen. Waren es zur Einweihung der Einrichtung 1991 nur 8 bis 10 Kinder, so nehmen aktuell fast 90 Kinder am Mittagessen teil. Das Essen wird täglich frisch von von unserer Köchin zubereitet.

Ziele

Die Einrichtung hat es sich zum Ziel gesetzt allen Kindern ein vollwertiges Speisenangebot zu bieten. Dabei soll es immer wieder neue Angebote und Zubereitungen innerhalb eines 6-Wochen-Speiseplans geben. Im Rahmen der Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Pädagogen (und Küche) möchte man allen Kindern einen gesundheitsförderlichen Lebensstil vermitteln.
Des Weiteren möchte man auch mehr regionale Lebensmittel sowie Bioprodukte mit in den Speiseplan aufnehmen.

Herausforderungen

Das Essensgremium hat sich nun viele kleinere und größere Projekte für das Kita-Jahr vorgenommen:

  • Zur Information aller internen Mitarbeiter sowie den Eltern und allen Interessierten soll ein Verpflegungsleitbild erstellt werden.

  • Um auch regionale und biologische Lebensmittel mit in den Speisenplan aufnehmen zu können, wird eine Zusammenarbeit mit den regionalen Lieferanten sowie den Betrieben in der Umgebung (Fischzucht) angestrebt.
  • Die Meinung der Kinder soll mit Hilfe eines Feedback-Systems erfragt werden. Dieses wird zusammen mit dem päd. Personal erarbeitet.
  • Um mehr auf den Lebensstil in der Ernährung einzugehen, plant man ein Ernährungsprojekt mit dem Arbeitstitel „Esskultur und Knigge“. Hier bedarf es noch vielen Vorbereitungen.
Die Information und Zusammenarbeit mit den Eltern soll erhöht werden. Dazu hat bereits eine aktuelle Elternbefragung stattgefunden. In Zukunft werden die Eltern regelmäßig über Flyer und Elternbriefe über die gesundheitsförderliche Verpflegung in der Einrichtung und Ernährung im Allgemeinen informiert.
Auch ein Informations-Stand zum Thema „Verpflegung in der Einrichtung“ wird im Februar für interessierte Eltern aufgebaut.
Im Eingangsbereich (direkt vor der Küche) sind ständig viele Informationen für Eltern und Kinder ausgehängt. Hierzu gehört der bebilderte Speiseplan mit realen Fotos (und Symbolen zur Allergenkennzeichnung) der angebotenen Tellergerichte. Zur Kommunikation mit den Kindern sind z. B. auch die Fanggebiete der Fische ausgehängt. Damit wird zum gemeinsamen Gespräch über dieses Lebensmittel angeregt. Fisch erfreut sich hoher Beliebtheit in dieser Einrichtung.
  • Zur Verbesserung der Esskultur und Abstimmung aller Essensregeln sind diese bereits schriftlich fixiert worden und mit allen Mitarbeitern abgestimmt. Hier herrscht bereits ein hoher Konsens im gesamten Team.
  • Um den Einkauf zu erleichtern, die Bebilderung des Speiseplans zu ermöglichen, Rezepturen zu erstellen und insgesamt viele Abläufe zu vereinfachen, wurde ein rollierender 6-Wochen-Speiseplan erstellt. Dieser wurde nach den Wünschen der Kinder, den Regeln der DGE und viel Erfahrung der Küchenleitung komplett erstellt und ist nun bereits in der Anwendung.
  • Ob der pädagogische Happen mit in die Konzeption aufgenommen wird, wird im Team diskutiert.
  • Die Einführung eines vegetarischen Gerichtes auf Anfrage wird diskutiert. Aktuell wird dieser Wunsch von keinem Kind geäußert.
Kita Regenbogen
Christina Zimmermann, Verena Brugger
Goethestr. 73, 85386 Eching

www.kita-regenbogen-eching.de Externer Link

Kinderkrippe ROBienchen, 80538 München

Logo der Einrichtung
Die Kinderkrippe ROBienchen ist ein Ort der Bildung und des gemeinsamen Lernens für 24 Kinder von acht Wochen bis zum vollendeten dritten Lebensjahr. Die Kindertageseinrichtung in der St.-Anna-Straße wurde im Oktober 2016 eröffnet. Es können ausschließlich Kinder von Mitarbeitenden der Regierung von Oberbayern und befreundeten Ministerien aufgenommen werden.
Wichtig ist der Kinderkrippe die gesunde, ausgewogene Ernährung der Kinder. Dazu gehört neben einer angenehmen Atmosphäre und genügend Zeit, einer angemessenen Tischkultur und entwicklungsgerechter Beteiligung vor allem die gute Qualität der Speisen und Getränke, die kindgerechte Zubereitung und ansprechende Präsentation.
Ziele
Die Krippe möchte die Verpflegung weiter optimieren. Stolpersteine bei Planung, Einkauf und Zubereitung sollen beseitigt werden.

Herausforderungen

  • Der Caterer der Krippe "Bei Baumann´s" kocht für ca. 500 erwachsene Personen in der Betriebskantine der Regierung von Oberbayern. Dort werden täglich 4 verschiedene Menüs angeboten. Die Krippe, mit ca. 20 Essen pro Tag, ist die einzige Kleinkindergruppe, welche von dem Caterer beliefert wird.
  • Die Krippe kann täglich aus 3 angebotenen Menüs wählen und sich einzelne Komponenten der Menüs frei zusammenstellen. Dadurch steht der Krippe eine sehr umfangreiche Auswahl zur Verfügung. Hier muss sich die Krippenleitung sowie der Caterer gut in der Speiseplanung für Krippen-Kinder auskennen um hier einen altersgerechten Speiseplan abwechslungsreich und nach den Kriterien der gesundheitsförderlichen Speiseplanung zusammen zu stellen. Auch Wunschessen macht die Kantine möglich.
  • Die Speisen sind immer in der Würzung und dem Garzustand auf die Kleinsten abzustimmen.
  • Die Krippenleitung wünscht sich einmal pro Woche ein Gericht mit Rindfleisch aus biologischer Haltung. Der Caterer kauft dieses Fleisch separat nur für die Krippe ein und bereitet dieses Gericht dann auch separat für die Krippenkinder zu. Dies ist immer eine kleine Herausforderung.
  • Die Krippe möchte den Kindern eine große Vielfalt an Geschmack und Zubereitungsarten bieten. Hier bedarf es immer wieder Gesprächen zwischen Caterer und Krippe.
  • Der Speiseplan ist bereits nach den Kriterien des Speiseplan-Checks sehr gut. Nur fettreicher Fisch sowie der Anteil an Hülsenfrüchten könnten noch erhöht werden.
  • Die Kinder sollen auch an saisonale Rohkost herangeführt werden. Hier bedarf es noch kreativer Salat- und Rohkost-Ideen, welche den Kleinsten schmecken und von Ihnen auch bereits gegessen werden können. Natürlich soll dabei auch die Zubereitung nicht zu aufwendig sein.
  • Die Kommunikations- und Abstimmungsmöglichkeiten sind sehr gut. Dies ist teilweise auch darin begründet, dass der Gehweg zwischen Küche und Krippe nur 5 min beträgt.
  • Die Eltern sollen noch besser eingebunden werden um die Akzeptanz und die Information zu erhöhen. Dabei ist die Organisation von Elternabenden aber nicht einfach, da die Eltern oft mehr als 1 Stunde von der Krippe entfernt wohnen. Die Krippe ist am Arbeitsort, nicht am Wohnort.
Außer den Fläschchen für Säuglinge nutzen alle Kinder zum Essen Porzellan-Geschirr, Besteck aus Edelstahl sowie Trinkgefäße und Dessertschälchen aus Glas. Außerdem dürfen die Kinder sich die Getränke selber mit Hilfe sehr kleiner Krüge einschenken. Das Essen wird in Glasschüsseln auf den Tisch gebracht und jedes Kind kann sich – entsprechend des Alters – die Speisen selber nehmen und die Mengen damit auch bestimmen. Das Vorlegebesteck ist an die Kindergröße angepasst. Die Akzeptanz des breiten Speisenangebotes ist dabei sehr hoch.
  • Die Kinder sind es gewöhnt, immer wieder neue Lebensmittel und Zubereitungsarten zu probieren. Alle Kinder werden regelmäßig zum Probieren aller Speisen angeregt. Die Kinder können dafür auch einen Extralöffel bekommen. Speisen, die von den Kindern probiert und nicht für gut befunden werden, dürfen auf den breiten Tellerrand gelegt werden. Manche Kinder bevorzugen, einzelne Komponenten hintereinander zu essen, das setzt voraus, dass das Pädagogische Team flexibel ist und genügend Zeit zur Verfügung steht.
  • Die meisten Kinder fangen gerade erst an, Besteck zu benutzen. Wir helfen Ihnen soweit erwünscht beim Essen und dabei, eine angemessene Tischkultur zu entwickeln. Da es jedoch auch wichtig ist, Essen mit allen Sinnen zu begreifen, schaffen wir auch die Akzeptanz dafür, dass die Jüngsten noch mit den Fingern mithelfen.
    Alle Erzieherinnen essen in Augenhöhe bei den Kindern mit (päd. Happen). Sie sind Vorbild und belegen sowohl die Speisen, als auch die Atmosphäre beim Essen positiv. Hier wurden sehr niedrige, aber doch bequeme, Hocker für das Personal angeschafft
Diese Esskultur und die dahinter stehenden pädagogischen Überlegungen gilt es immer wieder den Eltern und dem pädagogischen Personal nahe zu bringen.
Kinderkrippe ROBienchen
Anna Dauer
St.-Anna-Str. 1, 80538 München

www.parikita.de Externer Link

Kinderhaus im Plieninger Familienland, 85652 Pliening

Die Elterninitiative Pliening e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 1991 in der Gemeinde Pliening tätig ist und die Interessen der Familien mit Kindern vertritt. Der Verein ist Träger eines Kinderhauses mit Krippe und Hort, einer Mittagsbetreuung an der Schule und weiteren Gruppen und Angeboten für Familien mit Kindern. Seit dem Einzug in das von der Gemeinde erbaute "Plieninger Familienland" werden in der Küche des Hauses täglich etwa 200 warme Mahlzeiten frisch zubereitet. Das Küchenteam kocht sowohl für die Kinder und Angestellten der eigenen Einrichtungen als auch für den benachbarten Kindergarten St. Barbara. Dabei müssen die Bedürfnisse der Kinder ab einem Jahr und bis zu 12 Jahren berücksichtigt werden.
Ziele
Das Plieninger Familienland hatte von Beginn an das Ziel regionale, saisonale und frische Produkte in ihrer Küche zu verarbeiten. Lange Lieferwege sollen vermieden werden.
Das Küchenteam sowie die pädagogischen Mitarbeiter möchten für alle Altersklassen ein schmackhaftes und kindgerechtes Angebot bieten. Dabei ist die Zufriedenheit aller wichtig und die Wünsche der Kinder, des Küchenteams, des pädagogischen Personals und der Eltern sollen im Fokus stehen.
Herausforderungen und Lösungsansätze

Um diese Ziele zu verwirklichen stellt sich das gesamte Essensgremium einigen Herausforderungen und möchte folgende Lösungswege gehen:

  • Zur besseren Kommunikation und Klärung aller offenen Fragen für Eltern, Küche und päd. Personal soll ein Verpflegungsleitbild erstellt werden.
  • Um die Mittagspause für die Hort-Kinder entspannter zu machen, will man versuchen den Speisesaal ruhiger zu gestalten. Hier sucht man neue Organisationsformen.
  • Außerdem wird überlegt den Speisesaal der Hort-Kinder altersgerechter einzurichten. Vielleicht werden einige kleinere Tische und Stühle angeschafft.
  • Auch in der Mittagsbetreuung möchte man in deren Speisenraum mehr Ruhe erreichen und man denkt über einen anderen Ablauf der Essensrückgabe nach.
  • Zur besseren Kommunikation mit den Kindern und zur Festlegung der Essensregeln für alle Beteiligten, sollen diese Regeln nun auch so gestaltet werden, dass sie für alle gut lesbar ausgehängt werden können.
  • Zur Information und besseren Kommunikation über Lieferanten und Herkunft von Lebensmittel will die Küche eine Übersicht für alle Interessierten aushängen (auch Teil des Verpflegungsleitbildes)
  • Des Weiteren möchte man die Eltern noch besser über die Homepage sowie die Elternbriefe über das Verpflegungskonzept informieren.
  • Der Speiseplan erfüllt bereits 12 der max. erreichbaren 14 Kriterien. Hier könnten nur noch mehr Hülsenfrüchte aufgenommen werden sowie der Anteil an Fischgerichten erhöht werden.
Kinderhaus im Plieninger Familienland
Margit Pricha
Kirchweg 31, 85652 Pliening

www.eip-pliening.de Externer Link

Ansprechpartnerinnen

Irmgard Reischl
AELF Ebersberg
Wasserburger Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: +49 8092 2699-131
Fax: 0049 8092 2699-140
E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de
Martina Fink
AELF Ebersberg
Wasserburger Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: +49 8092 2699-181
Fax: 0049 8092 2699-140
E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de

Rückblick

Coaching 2015/16

Urkundenverleihung des Kita-Coachings 2015/2016

Das Fachzentrum Ernährung/Gemeinschaftsverpflegung Oberbayern Ost unterstützte sieben Kindertageseinrichtungen auf dem Weg zu einer gesundheitsförderlichen Verpflegung. Diese wurden von Staatsminister Brunner für ihre Leistungen mit einer Urkunde bei der Fachtagung "Qualität von Anfang an" im Juni 2016 ausgezeichnet. "Eine gesunde und ausgewogene Ernährung muss für unsere Kinder auch in den Tageseinrichtungen zum Standard werden", sagte der Minister. "Schließlich seien gerade die ersten Lebensjahre für das spätere Essverhalten prägend". Laut Minister Brunner werden inzwischen rund 340.000 Kinder im Freistaat regelmäßig mittags in Kindertagesstätten verpflegt – das sind zwei Drittel aller betreuten Kinder in Bayern.

Teilnehmer des Kita-Coachings 2015/2016

  • Albert-Schweitzer Kinderkrippe, Wolfratshausen
  • Kinderhaus „Zur Sonnwend“, Neufinsing
  • Kinderhaus „Am Park“, Finsing
  • Hort und Kindertagesstätte St. Quirin, Rosenheim
  • Kindertageseinrichtung Christkönig, Rosenheim
  • Kinderkrippe Schwabener Storchennest, Markt Schwaben
  • Kinderhaus „Kita Glonn“ (Hort und Kindergarten), Glonn
Albert-Schweitzer Kinderkrippe, Wolfratshausen
Highlight: "Als Highlight sehen wir hier die gute Unterstützung bei der Allergenkennzeichnung."
Hort und Kindertagesstätte St. Quirin, Rosenheim
Highlight: "Die Kinder durften den Caterer besuchen und somit einen Einblick bekommen wo Ihr Mittagessen herkommt. Auch den Eltern wurde die qualitativ hochwertige Verpflegung bei einer gemeinsamen Verkostung näher gebracht. Durch die gute Zusammenarbeit mit dem Caterer konnte das Coaching erfolgreich gestaltet werden."
Kinderkrippe Schwabener Storchennest, Markt Schwaben
Highlight: "Die Erstellung und Optimierung unseres 12-Wochenplans und dass die Kinder trotz des 'vielen' Gemüses die Gerichte super angenommen haben und meist gerne essen."
Kindertageseinrichtung Christkönig, Rosenheim
Highlight: "Die Optimierung des Speiseplans sowie die Abstimmung auf die saisonalen Angebote der Lebensmitteln."
Kinderhaus "Kita Glonn" (Hort und Kindergarten), Glonn
Highlight: "Die optimierten Speisepläne werden von den Kindern und Pädagogen gut angenommen. Der Essensablauf läuft stressfreier ab und alle können das Essen genießen."