Coaching Kitaverpflegung

Kleines Mädchen mit Zöpfen hält Gabel in der Hand und isst Gemüse

© Thinkstock

Das Coaching unterstützt Kitas dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Was und wie Kinder essen und trinken, beeinflusst ihre Gesundheit, ihr Wohlbefinden und Ernährungsverhalten. Die Kitaverpflegung leistet dazu einen wichtigen Beitrag. Sie kann Vorbild für eine gesunde Ernährung sein, die gut schmeckt, nachhaltig und ökonomisch ist. Immer mehr Kitas wollen ihr Mittagessen entsprechend gestalten. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Oberbayern Ost unterstützt sie dabei mit dem Coaching Kitaverpflegung.

Coaching 2018/19 in Oberbayern Ost

In gemeinsamen Veranstaltungen erhalten die Teilnehmer Ideen und Anregungen, um die Bayerischen Leitlinien Kitaverpflegung umzusetzen – von der Gestaltung der Speisepläne nach den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bis hin zu mehr Nachhaltigkeit. Zusätzlich begleiten Coaches die Einrichtungen ein Kitajahr lang vor Ort - gemäß dem Motto:
"Individuelles Coaching führt zu kreativen Lösungswegen."
Das Coaching startete im September 2018 und endet im Juli 2019.

Caritas Integrationskindergarten St. Josef, München

St. Josef Gebäude
Der Caritas Integrationskindergarten St. Josef liegt in München/Schwabing und ist eine sechsgruppige Einrichtung für Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt.
Das Mittagessen wird im Haus frisch zubereitet.
Die Kinder in dieser Einrichtung kommen aus ganz verschiedenen Kulturkreisen und sozialen Strukturen. Da der Integrationskindergarten inklusiv arbeitet, ist es allen Mitarbeitern wichtig alle Kinder zu fördern und im Alltag zu unterstützen. Dazu gehört im Besonderen auch das gesunde und ausgewogene Mittagessen und die damit verbundene gemeinsame Mahlzeit.

Ziele und Herausforderungen

Da nicht immer alle mit diesem Mittagessen aus den verschiedensten Gründen zufrieden sind, hat man sich aktuell folgende Veränderungen gewünscht und Ziele gesetzt:
  • Erstellen eines mindestens 8-Wochen-Speiseplans nach den Richtlinien der DGE: Dieser soll dann im Laufe des Jahres nur noch saisonal jeweils angepasst werden (Obst und Gemüse-Beilage anpassen).
  • Es soll aber auch das Zeitmanagement bei der Zubereitung in diesem neuen Plan beachtet werden.
  • Des Weiteren soll der neue Plan eine mögliche Resteverwertung von den Vortagen mit einkalkulieren um Lebensmittelabfall zu vermeiden.
  • Der Plan soll den Einkauf und die damit verbundene Lagerhaltung einfacher und effektiver machen.
  • Mehr "Handwerkliches" soll in den Plan aufgenommen werden - hin zur Frischeküche, weniger Convenience-Produkte. Hier will man ganz konkret den Convenience-Grad definieren, um klare Vorgaben zu machen.
  • Der aktuelle Speiseplan erfüllt bereits im Speiseplan-Check 12 von 14 Kriterien, soll aber weiter angepasst werden.
  • Der Speiseplan soll detaillierte Rezepturen beinhalten, so dass im Notfall auch das pädagogische Personal zum Kochen einspringen kann.

Weitere Ziele für das Coaching-Jahr:

  • Fortbildungen für das Küchenpersonal - dafür werden Bedürfnisse abgefragt und Angebote gesichtet
  • Anpassung des Verpflegungsleitbilds, um die Verpflegung zu definieren und nach außen und innen kompetent darzustellen
  • Bebilderung des Speiseplans
  • Elternabend über den Coaching-Prozess und die Verpflegungssituation in der Einrichtung
Zur Aufwertung und Akzeptanzsteigerung der Verpflegung bzw. speziell des Küchenpersonals ist bereits schicke und praktische Küchenkleidung für das Personal angeschafft worden (Hose, T-Shirt, Schürze und Stirnband).
Caritas Integrationskindergarten St. Josef
Julia Staufer
Schleißheimer Straße 278 a
80809 München
Telefon: 089 32209110
Coach: Martina Fink

www.caritas-nah-am-naechsten.de/integrationskindergarten-st-josef Externer Link

Caritas Kinderhaus St. Jakob - Hort, Feldkirchen

Außenansicht Gebäude Kinderhaus St. Jakob
Der Caritas Hort St. Jakob umfasst sechs Regelgruppen und eine Integrationsgruppe. Die 156 Grundschüler werden von 10 pädagogischen Fachkräften und 5 pädagogischen Ergänzungskräften begleitet. In der hauseigenen Küche sind eine Köchin und eine hauswirtschaftliche Unterstützungskraft angestellt, die das Mittagessen und eine Brotzeit am Nachmittag zubereiten.

Ziele und Herausforderungen

Teller mit Reisgericht, Erbsen und Paprika

Ein typisches St. Jakobs-Essen

Das Coaching soll Mitarbeiter, Kinder und Eltern an eine ausgewogene, gesundheitsförderliche Ernährung heranführen und in Lösungswege einbinden. Die Umgestaltung der Speiseräume soll mit den Kindern geschehen, damit sie sich dort noch wohler fühlen.
Die Eltern erhalten regelmäßig Informationen, damit das Coaching transparent wird. Es wird über einen Kochkurs für die Eltern nachgedacht.
Die Ideen aller Mitarbeiter sollen wahrgenommen und ein Leitbild erstellt werden. Jeder darf in der Küche schnuppern, um Abläufe kennenzulernen, zu optimieren und Impulse zu geben. Die Akzeptanz und Wertschätzung der Verpflegung sowie auch einzelner Lebensmittel und Produktionsprozesse soll erhöht werden.

Weitere Ziele im Coaching sind:

  • Erstellen eines 4-Wochen-Speiseplans nach den Richtlinien der DGE
  • Ausgewogene und kindgerechte Speisen mit frischen und saisonalen Zutaten (Erhöhung des Einkaufs von biologischen und regionalen Lebensmitteln)
  • Optimierung der Küchenabläufe, um eine bessere Produktivität und Machbarkeit zu erreichen.
  • Umgestaltung der "Restaurants" zu Wohlfühlräumen (speziell auch unter dem Aspekt der Lautstärke)
  • Erstellung eines Feedbacksystems für die Kinder
  • Erstellen eines Leitbildes zum Thema Essen
  • Sensibilisierung aller am Erziehungsprozess Beteiligten für ausgewogene Ernährung
  • Einbindung der Eltern
  • Abstimmung zwischen Krippe und Hort verbessern
Caritas Kinderhaus St. Jakob - Hort
Martin Lampl
Raiffeisenstr. 8
85622 Feldkirchen
Telefon: 089 90108490
Coach: Martina Fink

www.caritas-nah-am-naechsten.de/kinderhaus-st-jakob-feldkirchen Externer Link

Kinderhaus am Westpark, München

Westpark - Gebäude
Das Kinderhaus am Westpark im Münchner Stadtteil Sendling-Westpark bietet 173 Kindern Betreuungsplätze. Es gibt neun Gruppen: vier Krippen-, vier Kindergartengruppen und eine Hortgruppe. Das Kinderhaus nimmt Kinder ab der neunten Lebenswoche bis zur Beendigung der Grundschule auf. Täglich bereitet die Köchin in der hausinternen Küche frisch gekochtes Essen für die 173 Kinder zu. Sie kümmert such auch um das Frühstück für die Krippen- und Kindergartenkinder.

Ziele und Herausforderungen

Kinder beim Mittagessen
Aufgrund der Größe der Einrichtung, des hohen Migrationsanteil von über 60 % und des breiten Altersspektrums von 8 Monaten bis 10 Jahren sind die Anforderungen an die Verpflegungsleistung sehr hoch.
Die Kinder sollen gesund, ausgewogen und ausreichend ernährt werden. Berücksichtigt sollen dabei alle Aspekte werden: unterschiedliche Geschmäcker, kulturelle Hintergründe, Wünsche der Eltern, Qualitätsstandards, vielfältige Angebote der Anbieter, die zur Verfügung stehenden Küchengeräte und die Kosten.
Neues Konzept
Da aber nicht alles nach den Wünschen aller realisiert werden kann, will man im Rahmen des Coachings ein gemeinsames neues Konzept finden und alle Beteiligten mit ins Boot nehmen. Ziel sind Arbeitstreffen mit allen Mitarbeitern, um daraus Arbeitsgruppen zu gründen und gemeinsam ein einheitliches, schriftlich fixiertes Verpflegungsleitbild zu erstellen.
Im Besonderen soll in diesem Prozess auch die Kommunikation zwischen Küche und pädagogischem Personal verbessert werden. Gegenseitiges Verständnis und Akzeptanz sind dafür entscheidend.

Folgende konkrete Ziele sind gesetzt worden:

  • Die Eltern erhalten an einem Elternabends und über Elternbriefe Informationen zum Coaching-Prozess.
  • Ein rollierender 6-Wochen-Speiseplan soll die Abstimmung mit den Lieferanten verbessern, das Zeitmanagement in der Produktion optimieren sowie Qualität und Abwechslung sicherstellen. Der Plan soll sich jederzeit, jeweils der Saison entsprechend, anpassen lassen.
  • Wertschätzung und Akzeptanz der Verpflegung sollen steigen. Dazu wird es eine große Besprechung mit allen Mitarbeitern des Hauses geben, nach der alle Aspekte als neue Verpflegungs-Leitlinien schriftlich festgehalten werden.
  • Für die Kinder soll die Wertschätzung und Akzeptanz des Essens erhöht werden. Überlegt werden neue Ernährungsbildungskonzepte.
  • Die Lautstärke in den Speiseräumen soll reduziert werden.
  • Die altersgerechte Speisenausgabe wird überdacht.
  • Ein Rückmeldesystem für die Kinder zur höheren Partizipation soll entwickelt werden.

Lösungen

Obst und Gemüse auf Tellern
Bereits vor Ende des Coachings möchten wir Ihnen Fotos der neuen Speisen präsentieren. Es wird ein großes Augenmerk auf Frische und Handwerkliches gelegt. Besonders die Darbietung der Speisen macht den Kindern - und Erziehern - nun viel Appetit.

Unsere Champions GmbH - Haus für Kinder Bogenhausen, München

Das Haus für Kinder in Bogenhausen der Unsere Champions GmbH unterstützt die Lern-, Leistungs-, Bildungs- und Handlungsbereitschaft der Kinder. Das Haus für Kinder wurde im Juni 2017 neu eröffnet mit 50 Kindergartenkindern und 24 Krippenkindern. Kinder sollen sich genussvoll und ausgewogen ernähren. Deshalb will das Haus ihnen Lust aufs Kochen vermitteln und ihnen nötige Kompetenzen mitgeben, damit sie sich bewusst ernähren und gesund bleiben.
Champions Sinneserfahrung mit Kräutern

Sinneserfahrung mit Kräutern

Das Haus für Kinder in Bogenhausen ist als Krippe und Kindergarten im Juni 2017 gegründet worden. Als weitere Einrichtung der Unsere Champions GmbH und mit einem völlig neu zusammengesetzten Mitarbeiter-Team sind viele interessante Strukturen/Überzeugungen im Bereich der Verpflegung von Beginn an eingeführt und umgesetzt worden. Auch die Eltern sind bei der Anmeldung ihrer Kinder im Vorwege darüber informiert worden.

Zu den Vorgaben/Regeln/Rituale im Bereich der Ernährung/Verpflegung zählen:

  • Es gibt keine Schokolade, keine Brezn und kein Schweinefleisch.
  • Es wird kein Haushaltszucker in der Vollverpflegung verwendet.
  • Das Mittagessen liefert ein Caterer. Dieser verwendet ebenso keinen Haushaltszucker.
  • Dies sind keine Dogmen, sondern Regeln, die den Kindern eine andere Ernährungsform und andere Geschmäcker zeigen sollen.
Gemüsesticks und Knabberstangen auf einem Teller
Der aktuelle Speiseplan erfüllt nach dem Speiseplan-Check der Bayerischen Leitlinien bereits 12 der möglichen 15 Kriterien.

Im Rahmen des Coachings für die Mittagsverpflegung hat sich die Einrichtung mit dem Caterer noch folgende neue Ziele gesetzt:

  • Die Eltern sollen noch besser über die Verpflegung informiert werden.
    • Ein Elternabend ist geplant, in dem die Eltern eine Vorführung und eine Verkostung des Mittagessens durch den Caterer bekommen. Bei der Vorführung soll z. B. gezeigt werden wie Suppen und Soßen handwerklich hergestellt werden.
    • Die Eltern sollen aber auch in einem weiteren Elternabend erfahren, wie die Verpflegung der Kinder in der Kita insgesamt abläuft. Hierzu wurden Videos gedreht.
  • Zur besseren Kommunikation zwischen Caterer und Einrichtung soll ein Feedbacksystem für das päd. Personal an den Caterer eingeführt werden. Dies soll auch die Mengenplanung verbessern.
  • Auch für die Kinder soll es einen Feedback-Bogen (Box mit roten und grünen Karten) geben um hier noch mehr Partizipation zu erreichen.
  • Zur Akzeptanzsteigerung und zur Ernährungsbildung will der Caterer Koch-Workshops für die Kinder anbieten.
  • Ein Verpflegungsleitbild wird erstellt.
  • Und auch über die Essens-Reste auf den Tellern möchte man sich noch mehr mit den Pädagogen abstimmen und hier gemeinsam Lösungen finden.
Unsere Champions GmbH
Martina Riedl
Hans-Stützle-Str. 20
81249 München
Telefon: 089 – 12256259
Coach: Martina Fink

unsere-champions.de/ Externer Link

Pfarrkinderhaus Wartenberg, Wartenberg

Wartenberg Pfarrkinderhaus Gebäude
Im Haus für Kinder werden derzeit 120 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren in 6 Gruppen betreut. Es gibt 2 Krippen-, 3 Regelkindergarten- und 1 Waldkindergartengruppe. Das Mittagessen liefert eine örtliche Gaststätte täglich frisch und gibt es an die Kinder aus, Ca. 65 Kinder nehmen am Mittagessen teil.
Jedes Kind nimmt sich sein Essen selbst

Kind nimmt sein Essen selbst

Dem Pfarrkinderhaus Wartenberg war es von Anfang an sehr wichtig, den Kindern durch die Teilnahme am Coaching-Programm ein vollwertiges, vielfältiges und ausgewogenes Speisenangebot zu bieten. Dabei soll, je nach Saison, ein 4-Wochen-Speiseplan erstellt werden, der die Kriterien der DGE-Qualitätsstandards für Kindertagesstätten erfüllt. Vor allem die Wünsche der Kinder, des pädagogischen Personals, aber auch der Eltern sollen dabei im Fokus stehen. Durch ein harmonisches Miteinander unter allen Beteiligten sollen die gesetzten Ziele erreicht und die allgemeine Verpflegungssituation verbessert werden.

Ziele und Herausforderungen

Das motivierte Essensgremium stellt sich mit den selbst gesteckten Zielen einigen Herausforderungen, die nur durch Lösungswege erreicht werden können, hinter denen das gesamte Team uneingeschränkt steht.
  • Die Eltern sollen noch besser in den Kita-Alltag eingebunden werden, um die Akzeptanz und Information zu erhöhen. Der Informationsfluss wird vor allem über die Internetseiten und den Elternbrief erfolgen. Hier sollen die Ziele, Erfolge und Aktionen des Coaching-Prozesses aufgezeigt und erläutert werden, die Eltern im hektischen Alltag oft übersehen. Die Teilnahme der Einrichtung an Ernährungsbildungsprogrammen ist vielen Eltern bis jetzt noch nicht bekannt – hier bekommen zum Beispiel jeweils zwei Erzieherinnen die Möglichkeit, an einer kostenlosen Fortbildung teilzunehmen, um die Ernährungssituation in der eigenen Einrichtung ganzheitlich und nachhaltig zu verbessern.
  • Um die Ernährungsbildung in der Kita noch weiter voran zu treiben, ist neben Aktionen wie Apfelmus selbst kochen oder dem Bepflanzen des Hochbeetes ein Besuch beim eigenen Caterer geplant. Durch den Ausflug sollen die Kinder die Gerichte und die verwendeten Lebensmittel besser kennenlernen und diese mehr wertschätzen. Dank des Kontaktes zum Koch können die Kinder sich mit den gelieferten Speisen besser identifizieren.
  • Zur Verbesserung der Kommunikation und Klärung offener Fragen soll ein Verpflegungsleitbild erstellt werden. Das Essenskonzept wird somit vereinheitlicht und dient dem pädagogischen Personal und den Eltern als Orientierungshilfe.
  • Mehr Gemüse und Salate sollen angeboten werden. Hier ist vor allem auch die Rohkost, zum Beispiel in Form von Gemüse-Sticks, eine leckere und gesunde Alternative.
  • Um auch den Kleinsten die Essenskultur näher zu bringen, werden in der Einrichtung zukünftig Tischdienste eingeführt. Zudem darf jedes Kind sich sein Essen selbst schöpfen, es wurden Schüsseln und Schöpfer in kindgerechten Größen angeschafft.
  • Als Anschauungsmaterial gibt es künftig Bilder der Gerichte.
  • Anhand eines Elternfragebogens zum Mittagessen kann beim neu optimierten 4-Wochen-Speiseplan auf die Wünsche der Eltern und der Kindergartenkinder eingegangen werden. Der Fokus liegt dabei auf frischen Produkten und einer kindgerechten, ausgewogenen und vielfältigen Kost.

Lösungen

Sprechblase mit Inschrift "weiteres Vorgehen"
Die Kommunikation zwischen allen beteiligten Personen hat sich im Laufe des Coaching-Jahres positiv verändert. Probleme bezüglich der Verpflegung werden jetzt offener angesprochen, damit daraus gemeinsame Ziele erarbeitet werden können.

Folgende konkrete Bereiche wurden im Speisenangebot optimiert und an die Richtlinien der Deutschen Gesellschaft für Ernährung angepasst:

  • Der Speiseplan erfüllt im Speiseplan-Check 13 der 15 möglichen Kriterien. Ein sehr gutes Ergebnis!
  • Es werden mehr Vollkornprodukte verwendet.
  • Die Fleischmengen wurden noch einmal reduziert und neue, vielfältige vegetarische Hauptgerichte wurden integriert.
  • Süße Nachspeisen werden durch Naturjoghurt und frischem Obst ersetzt.
  • Im Essensgremium ist ein Verpflegungsleitbild erstellt worden. Dieses beschreibt in Zukunft das Verpflegungskonzept in der Einrichtung und steht den Eltern und dem pädagogischen Personal als Orientierung zur Verfügung.
  • Zukünftig wird verstärkt auf das Angebot an Obst und Gemüse geachtet und immer saisonal angepasst.
  • Das pädagogische Personal setzt sich verstärkt mit dem Thema Ernährungsbildung auseinander, dazu tragen Aktionen wie „Müslitage“ oder das Bepflanzen des Hochbeetes enorm bei.
  • Geplant ist zudem ein Besuch beim Caterer, damit die Kindern Einblicke in eine Großküche gewinnen können. Durch den Ausflug, sollen die Kinder außerdem die Gerichte und die verwendeten Lebensmittel besser kennerlernen. Anhand des sozialen Kontaktes zum Koch steigern die Kinder zusätzlich ihr Bewusstsein zu den gekochten Mahlzeiten und können sich dadurch mit dem Speisenangebot der Kindertagesstätte besser identifizieren.
  • Im nächsten Kita-Jahr möchte sich die Einrichtung außerdem verstärkt mit dem Thema "Nachhaltigkeit" auseinandersetzen.
  • Der Speiseplan wird durch eine Bebilderung anhand eines digitalen Bilderrahmens aufgewertet. Hierfür werden alle Gerichte aus verschiedenen Perspektiven fotografiert und dann neben dem Speiseplan bildlich dargestellt.
  • Die Kommunikation zu den Eltern wurde durch regelmäßige E-Mails gesteigert. Zudem hatten die Eltern dort die Möglichkeit, sich über kleine Teilziele des Coachings informieren zu können.
  • Durch die Tischdienste lernen die Kinder Werte und Verpflichtungen der Esskultur kennen. Das Selbstbewusstsein der kleinen Helfer wird dadurch ebenfalls gestärkt.
Wartenberg Feedback-system

Feedback-System läuft bereits

Feedback-System
Ein regelmäßiges Feedback-System für die Kinder ist eingeführt worden. Anhand unterschiedlicher Smileys bewerten die Kinder nun, nach jedem Mittagessen, die Gerichte. Dabei ist besonders hervorzuheben, wie gerne die Kinder ihre Meinung mitteilen. Die Wertschätzung der Lebensmittel konnte dadurch gesteigert werden, da sich während des Essens nun auch viel mehr darüber unterhalten wird. Die Sinne der Kinder werden sensibilisiert und der eigene Geschmack viel bewusster wahrgenommen.
Stimmen aus dem Essensgremium
Frau Klingel (Verpflegungsbeauftragte): "Wir haben sehr viel geschafft in diesem Coaching-Jahr! Besonders das Bewusstsein für Lebensmittel ist bei uns allen stärker in den Vordergrund gerückt und die Erkenntnis, dass die Kommunikation ein wichtiger Bestandteil eines erfolgreichen Verpflegungskonzeptes ist!"
Pfarrkinderhaus Wartenberg
Isabell Haindl
Strogenstraße 17
85456 Wartenberg
Telefon 08762/1231
Coach: Martina Fink

Website Pfarrkinderhaus Wartenberg Externer Link

Ansprechpartnerinnen

Irmgard Reischl
AELF Ebersberg
Wasserburger Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: 08092 2699-131
Fax: 0049 8092 2699-140
E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de
Martina Fink
AELF Ebersberg
Wasserburger Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: 08092 2699-181
Fax: 0049 8092 2699-140
E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de
Katharina Gümpelein
AELF Ebersberg
Wasserburger Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: 08092 2699-182
Fax: 0049 8092 2699-140
E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de

Rückblick

Teilnehmende Kitas 2017/18 in Oberbayern Ost

Diese Kitas wurden von September 2017 bis Juli 2018 von einer Ernährungsfachkraft individuell gecoacht.

AWO Kinderhaus Straßäckerallee, 85774 Unterföhring

Das Gebäude
In dem AWO Kinderhaus Straßäckerallee 11 werden derzeit 198 Kinder im Alter von 1 bis 6 Jahren in 4 Krippen und 6 Kindergartengruppen betreut. Die Einrichtung befindet sich in Unterföhring am nördlichen Stadtrand zu München. Für die Verpflegung sind ein ausgebildeter Koch und eine ausgebildete Köchin zuständig. Unterstützt werden sie von 4 Mitarbeitern des Hauswirtschaftspersonals. Das Küchenteam versorgen die Kinder in der hauseigenen Küche mit Frühstück, Mittagessen und einem Nachmittagssnack inklusive Getränken. Da die Verpflegung der Kinder vor Ort hergestellt wird, kann das Küchenteam auf kulturelle und gesundheitliche Besonderheit der Kinder achten.
Dabei ist es ihnen wichtig, den Kindern eine abwechslungsreiche, ausgewogene Ernährung anzubieten. Die Kindergartenkinder essen ihr Mittagessen in der Mensa, in 2 Gruppen, diese ist direkt anliegend an der Küche und bietet den Kindern die Möglichkeit eine direkte Rückmeldung an das Küchenteam zu geben. Die Krippenkinder nehmen ihre Mahlzeit in den Gruppenräumen ein. Derzeit wird die Mensa mit einen Akustikkonzept, um den Lärm einzusäumen, ausgestattet.

Ziele

Das Kinderhaus hat es sich zum Ziel gesetzt, trotz der hohen Anzahl an täglich zubereiteten Essen, eine hohe Qualität zu bieten. Auch möchte man die Kinder an viele verschiedene Geschmacksrichtungen und Zubereitungsformen heranführen, um hier schon früh eine hohe Akzeptanz und Gewöhnung an die große Vielfalt unserer Lebensmittel zu erreichen. Dabei steht die Selbstbestimmung der Kinder immer im Vordergrund.
Zur Erhöhung der Akzeptanz sollen die Kinder in die Speiseplanung mit einbezogen werden. Auch die Eltern und das pädagogische Personal möchte man in Zukunft besser über die Verpflegung und die eingesetzten Lebensmittel informieren.

Herausforderungen

Um diese Ziele zu erreichen, hat sich das Kinderhaus den folgenden Herausforderungen gestellt:

  • Um intern für alle Mitarbeiter der Einrichtung und extern für alle Eltern und Interessierte einen umfassenden Überblick über alle Aspekte der Verpflegung geben zu können, soll ein Verpflegungsleitbild erstellt werden. An diesem Leitbild müssen alle beteiligten Personen aktiv mitarbeiten und dieses gemeinsam tragen.
  • Zur besseren Planung und Einbindung der Kinder und des päd. Personals wünscht sich die Küche ein regelmäßiges Feedback-System. Diese soll Auskunft über die Zufriedenheit geben, aber auch die Möglichkeit bieten der Küche Wünsche und Anregungen mit zu teilen. Die Idee "Kinder malen Ihr Wunschessen" kommt bereits sehr gut an.
  • Um die Kinder mehr über das Mittagessen und die Lebensmittel im Allgemeinen zu informieren, soll es mehr Projekte zu diesem Themenkreis geben.
An jedem Tag soll eine kurze Zeit gefunden werden zu der den Kindern das jeweilige Mittagessen und die darin verwendeten Lebensmittel von dem päd. Personal vorgestellt werden. Dazu gibt es auch bereits einen bebilderten Speiseplan, welcher täglich das Gericht mit ihren Komponenten vorstellt. Dieser spezielle Kinder-Speiseplan ist bereits sehr schön und visuell ansprechend seit langer Zeit umgesetzt und hängt am Eingang zum Speisenraum.
  • Den Kindern werden regelmäßig Koch- und Backtage angeboten. Diese könnten sich in Zukunft auch mit "normalem" Essen beschäftigen. Vielleicht wäre es dann sogar möglich, dass diese Speisen Einzug halten in das reguläre Mittagessen. "Kinder kochen für Kinder"
  • Die Kommunikation zu den Eltern soll noch verbessert werden. Hier wird u. a. ein neuer Ort für den Aushang des Speiseplans gesucht. Die Eltern sollen aber auch über die verwendeten Lebensmittel informiert werden. Eine Übersicht der aktuellen Lieferanten soll dazu erstellt werden. Auch das neue Konzept der Geschmacksvielfalt in der Verpflegung muss den Eltern vorgestellt werden. Hierzu sind Elterninformationsabende geplant.
    Beim ersten Elternabend im neuen Kita-Jahr wurde dies bereits in einem Workshop vorgestellt. Dies soll regelmäßig fortgesetzt werden.
  • Die Gesamt-Essensmenge ist manchmal zu groß. Hier wird über neue Wege der Essensausgabe nachgedacht um die Essensreste von den Tischen zu reduzieren.
  • Der regionale Einkauf könnte noch erhöht werden.
  • Der pädagogische Happen wird vom Personal nicht erwartet. Die Küche würde sich dies als Vorbildfunktion wünschen. Hier wird über Lösungswege nachgedacht.
  • Der Speisesaal war bis vor kurzem noch sehr laut. Dies konnte bereits durch optisch ansprechende Wandbehänge erheblich verbessert werden.

Lösungen

SalatbüffetZoombild vorhanden

Salatbüffet

Da es sich um eine große Einrichtung mit über 40 Beschäftigten handelt , freuen sich alle sehr darüber, dass das Thema "Ernährung/Verpflegung" viel mehr in den Fokus gekommen ist. Alle haben sich das Jahr über immer intensiver damit beschäftigt und die Kommunikation zu diesem Thema ist insgesamt noch besser geworden. Alle partizipieren und bringen sich ein. Das Bewusstsein, die regelmäßige Reflexion und das Selbstverständnis für das Thema gehören nun automatisch zum Arbeitsalltag.

Folgende Themen sind konkret angegangen und zum Abschluss gebracht worden:

  • Im Essensgremium ist ein Verpflegungsleitbild erstellt worden. An diesem haben alle Abteilungen mitgearbeitet und gerne wird dies nun ein Bestandteil des gesamten Konzeptes dieser Einrichtung. Das Verpflegungsleitbild finden Sie auf der Homepage der Einrichtung veröffentlicht.
  • Der päd. Happen ist im Rahmen der Vorbildfunktion in das Verpflegungsleitbild mit aufgenommen worden.
  • In den Speiseplan sind mehr Vollkornprodukte aufgenommen worden, die Fleischmengen wurden noch mal reduziert und alle sind offen für Neues. Das Salatbuffet erfreut sich großer Beliebtheit.
  • Bei der Essensausgabe konnten die Lebensmittelreste erheblich reduziert werden. Durch die intensive Beschäftigung mit dem Thema „Essen/Verpflegung“ ist die Wertschätzung beim gesamten Personal sehr gestiegen und die Essensreste von den Tischen/Tellern sind dadurch zurückgegangen.
  • In diesem Hause findet eine Vollverpflegung statt. Aus diesem Grunde hat man im Rahmen des Coachings auch versucht, die Mengen und die Auswahl der Lebensmittel zwischen allen Mahlzeiten besser abzustimmen. Auch hier hat zum Ende des Projektes eine bessere Abstimmung zwischen den Zwischenmahlzeiten und dem Mittagessen stattgefunden.
  • Eine Liste mit Lieferanten und Herkunftsnachweisen über die verwendeten Lebensmittel wurde im Eingangsbereich gut sichtbar für alle Interessierten ausgehängt.
  • Den regionalen Einkauf möchte man mehr im Fokus haben. Daher finden immer wieder Gespräche mit verschiedenen Lieferanten statt. Aktuell wird auch mit Bio-Lieferanten verhandelt. Eine Bio-Zertifizierung wird dazu aber nicht angestrebt.
  • Teambesprechungen zwischen päd. Personal und Küche finden nun regelmäßiger statt.
  • Die Zusammenarbeit mit den Eltern wurde zum Thema "Verpflegung" intensiviert. Am Elternabend wurden die Eltern über das Coaching-Projekt und die Verpflegungssituation im Hause informiert. Die Rückmeldung ist dabei sehr positiv ausgefallen. Gleichzeitig hat eine schriftliche Elternbefragung stattgefunden, welche eine Zufriedenheit von 90 % im Bereich "gut" und "sehr gut" ergeben hat.
Feedback-System
Ein regelmäßiges Feedback-System für die Kinder ist eingeführt worden. Hier gibt es nun eine Box, in die die Kinder nach dem Essen Chips in roter, grüner oder gelber Farbe einwerfen.

Dieses Feedback-System zeigt folgende Ergebnisse:

  • Die Kinder machen es wirklich gerne. Alle Kinder möchten ihre Meinung abgeben.
  • Wertschätzung: Alle unterhalten sich bei Tisch viel mehr über das Essen.
  • Geschmacksempfindung: Der eigene Geschmack wird viel bewusster wahrgenommen.
  • Demokratie: Jeder wird nach seiner Meinung gefragt.
  • Meinung der Kinder hat Auswirkungen auf die Gestaltung des nächsten Speiseplans
  • Keine Mehrarbeit für das pädagogische Personal; auch diese loben dieses neue Medium sehr.
Kinder stehen vor Tisch mit Schälchen

Feedback-System

Coallage mit aufgemalten Zähnen und aufgeklebten, ausgeschnittenen Bildern

Ernährungsbildung

Stimmen zum Coaching
Herr Wieshoff (Leitung): "Der zusätzliche Aufwand hat sich gelohnt."
Daniela Fuchs-Kroll (Verpflegungsverantwortliche): "Mehr Aufmerksamkeit für das Thema hat auch zu mehr Interesse beim gesamten päd. Personal geführt. Wir haben viele neue Denkanstöße im Coaching-Prozess erhalten."
Matthias Jakob (Küchenleitung): "Ich habe mich sehr über die erfolgreiche Zusammenarbeit gefreut."
AWO Kinderhaus Straßäckerallee
Daniela Fuchs-Kroll
Straßäckerallee 11, 85774 Unterföhring
Coach: Martina Fink (intern)

www.awo-obb-kinder.de/unsere-kitas/ Externer Link

Kinderhaus die "Wolperdinger", 85435 Erding

Gebäude Wolperdinger
Die Einrichtung betreut Kinder im Alter von 1 bis 10 Jahren in drei Krippen-, einer Kindergarten-, einer Schulkindergarten- und einer Hortgruppe. Das Leitbild richtet sich nach dem Vorbild Maria Montessoris: "Hilf mir, es selbst zu tun". In der hauseigenen Küche wird täglich frisch gekocht. Auch der BRK-Schulkindergarten am Grünen Markt sowie die nahegelegene Grundschule werden mit Essen versorgt.

Ziele

Für das Kinderhaus die "Wolperdinger" stand es vom ersten Tag an im Vordergrund die Eltern und die Kinder an ein gesundes Essen heranzuführen. Man entschied sich nach den Leitlinien "Fit-Kid" zu kochen. Leider ist damals der neue Speiseplan an den Eltern und den Kindern gescheitert. Nun will man noch mal neu starten und mit Hilfe des Coachings die Küche und die Eltern auf den gleichen Nenner bringen.
Des Weiteren hat sich das Kinderhaus das Ziel gesetzt, den Kindern Werte im Bereich der Esskultur und der Wertschätzung unserer Lebensmittel und deren Produktion mit auf den Weg zu geben.

Herausforderungen

Die besondere Herausforderung besteht darin alle mit ins Boot zu nehmen. Dies bedarf vieler kleiner Ziele und Lösungen.

  • Die Kinder sollen nach ihren Wünschen und Bedürfnissen befragt werden. Dies kostet Zeit. Einfache Ideen sind hier gefragt.
  • Die Kinder könnten mehr an der Zubereitung von Speisen beteiligt werden. Hierfür stünde eine Zwergen-Küche zur Verfügung, die leider nicht aktiviert worden ist. Man versucht nun Lösungen zu finden, um die Kinder aktiv einbinden zu können und sie regelmäßig an dem "normalen" Produktionsprozess von Speisen teilhaben zu lassen.
  • Das Küchenteam braucht neue Ideen der Zubereitung sowie der Speiseplanung um die Kriterien des Speiseplan-Checks zu erfüllen. Mehr Zeit wird benötigt für die Speiseplanerstellung.
  • Die Akzeptanz von Fisch und Gemüse soll bei den Kindern erhöht werden.
  • Das Küchenpersonal möchte mehr in die Budget-Planung eingebunden werden.
  • Mehr Gemüse und Salat sollte angeboten werden und mehr "Handwerkliches" will gemacht werden. Um dies zu realisieren, ist die Personaldecke sehr eng. Über Umstrukturierungen wird nachgedacht.
  • Die Eltern müssen über das Verpflegungskonzept informiert werden, um hier das Verständnis und die Akzeptanz zu erhöhen. Dies soll durch Elternabende und Kochworkshops umgesetzt werden.
  • Um Eltern, Kinder und pädagogisches Personal zu informieren, könnten Leitlinien der Verpflegung schriftlich festgehalten werden. Ein Verpflegungsleitbild könnte in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten erstellt werden. Dies gibt Sicherheit auf allen Seiten, bringt Verständnis und erhöht die Akzeptanz. Hierbei soll auch die Wertebildung im Bereich der Esskultur und der Tischmanieren einen Platz bekommen. Ein Verpflegungskonzept kann allen Interessierten ausgegeben werden und ist nicht an den Besuch eines Elternabends gebunden.
  • Für alle Neuerungen bedarf es einer guten Kommunikation. Alle Beteiligten sollen mit eingebunden werden. Gerne können auch Personen aus den verschiedenen Bereichen in ganz neuen Themen mitarbeiten. Z. B. könnten auch engagierte Eltern oder interessierte Kollegen aus dem pädagogischen Bereich die Bilder für den bebilderten Speiseplan erstellen. Neue Ideen werden gemeinsam gesucht!

Lösungen

Insgesamt hat sich die Kommunikation zwischen allen beteiligten Personen im Laufe des Coaching-Jahres erheblich verbessert. Die Anerkennung und Wertschätzung der eigenen Arbeit sowie der Arbeit des anderen hat zu vielen Veränderungen auf allen Ebenen geführt.

Im konkreten Bereich des Speiseplanung bzw. der Änderungen im Speisenangebot haben folgende Veränderungen stattgefunden:

  • Die Erstellung und der Check des Speiseplans fällt dem Küchenpersonal jetzt immer leichter und erfüllt regelmäßig die gewünschten Kriterien einer gesundheitsförderlichen Verpflegung (10 von 14 Kriterien werden erfüllt).
  • Neue Zubereitungs-Idee im neuen Speiseplan - mehr "Handwerkliches".
  • Verbesserung der Akzeptanz von Fisch: Durch viele neue Ideen und Zubereitungsarten haben die Fisch-Gerichte nun eine viel höhere Akzeptanz als zu Beginn des Coachings.
  • Es wird täglich Gemüse und/oder Salat angeboten und die meisten Kinder essen es auch sehr gerne. Die Küche bereitet nun auch alles selber zu. Convenience-Produkte finden kaum noch Einzug in die Zubereitung.
  • Auch Vollkorn-Produkte werden gut angenommen.
  • Insgesamt hat die Geschmacksvielfalt sehr zugenommen.

Aber auch viele weitere Themen hat das Essensgremium im Laufe des Coaching-Jahres in Angriff genommen.

  • Bessere Einbindung der Kinderwünsche: Hier wurden im Laufe des Coaching-Jahres viele neue Speisen und Zubereitungen in Absprache mit den Kindern ausprobiert. Die Kinder sind sehr zufrieden mit dem angebotenen Essen und die persönliche Kommunikation funktioniert sehr gut.
  • Erstellung eines Verpflegungsleitbildes: Dies ist in Arbeit. Vieles ist bereits zu Papier gebracht. Auch der Elternbeirat will nun zum Ende des Kita-Jahres hin an der endgültigen Fertigstellung mitarbeiten. Das Verpflegungsleitbild finden Sie auf der Homepage der Einrichtung veröffentlicht.
  • Wertebildung im Bereich der Esskultur und Tischmanieren ist noch in Arbeit und soll im nächsten Jahr angegangen werden.
  • Feedback-Systeme für alle Essensteilnehmer: Die Kommunikation zwischen der Küche und den Kindern findet weiterhin persönlich statt. Aber auch hier ist das Feedback umfangreicher und angenehmer geworden.
  • Die Aktivierung der "Zwergen-Küche" ist leider nicht möglich. Diese lässt sich aus Gründen des Feuer- und Fluchtweg-Schutzes nicht vollständig aktivieren.
  • Der geplante Elternabend zum Thema "Ernährung/Verpflegung" wird in Kürze stattfinden.
Ft Ksv 2 Die Wolperdinger Erding
O-Töne
Ingrid Bergmann (Verpflegungsbeauftragte): "Ein höheres Bewusstsein für gesunde Ernährung und der Stellenwert eines frisch gekochten Essens für die Entwicklung unserer Kinder.
Für uns war Frau Martina Fink als unser Coach eine große Rückenstärkung für unseren Einsatz für eine gesunde und vielseitige Kitaverpflegung."
Kinderhaus die "Wolperdinger"
Iris Bergmann
Am Ludwig-Simmet-Anger, 85435 Erding
Coach: Martina Fink (intern)

brk.de/was-wir-tun/ps/kindertageseinrichtungen Externer Link

Kita Regenbogen, 85386 Eching

Eingang der Kita
In der evangelischen Kindertagesstätte Regenbogen Eching werden ca. 90 Kinder in vier Gruppen betreut. Drei Gruppen sind altersgemischt mit jeweils 25 Kindern zwischen 2,5 Jahren bis zum Schuleintritt, in einer weiteren Gruppe werden vom Schulbesuch zurückgestellte Kinder aus dem Gemeindebereich gezielt auf den Schulbesuch vorbereitet. Die Zahl der Essenskinder ist im Laufe der Jahre stark angestiegen. Waren es zur Einweihung der Einrichtung 1991 nur 8 bis 10 Kinder, so nehmen aktuell fast 90 Kinder am Mittagessen teil. Das Essen wird täglich frisch von von unserer Köchin zubereitet.

Ziele

Die Einrichtung hat es sich zum Ziel gesetzt allen Kindern ein vollwertiges Speisenangebot zu bieten. Dabei soll es immer wieder neue Angebote und Zubereitungen innerhalb eines 6-Wochen-Speiseplans geben. Im Rahmen der Erziehungspartnerschaft zwischen Eltern und Pädagogen (und Küche) möchte man allen Kindern einen gesundheitsförderlichen Lebensstil vermitteln.
Des Weiteren möchte man auch mehr regionale Lebensmittel sowie Bioprodukte mit in den Speiseplan aufnehmen.

Herausforderungen

Das Essensgremium hatte sich viele kleinere und größere Projekte für das Kita-Jahr vorgenommen:

  • Zur Information aller internen Mitarbeiter sowie den Eltern und allen Interessierten soll ein Verpflegungsleitbild erstellt werden.
  • Um auch regionale und biologische Lebensmittel mit in den Speisenplan aufnehmen zu können, wird eine Zusammenarbeit mit den regionalen Lieferanten sowie den Betrieben in der Umgebung (Fischzucht) angestrebt.
  • Die Meinung der Kinder soll mit Hilfe eines Feedback-Systems erfragt werden. Dieses wird zusammen mit dem päd. Personal erarbeitet.
  • Um mehr auf den Lebensstil in der Ernährung einzugehen, plant man ein Ernährungsprojekt mit dem Arbeitstitel „Esskultur und Knigge“. Hier bedarf es noch vielen Vorbereitungen.
Die Information und Zusammenarbeit mit den Eltern soll erhöht werden. Dazu hat bereits eine aktuelle Elternbefragung stattgefunden. In Zukunft werden die Eltern regelmäßig über Flyer und Elternbriefe über die gesundheitsförderliche Verpflegung in der Einrichtung und Ernährung im Allgemeinen informiert.
Auch ein Informations-Stand zum Thema „Verpflegung in der Einrichtung“ wird im Februar für interessierte Eltern aufgebaut.
Im Eingangsbereich (direkt vor der Küche) sind ständig viele Informationen für Eltern und Kinder ausgehängt. Hierzu gehört der bebilderte Speiseplan mit realen Fotos (und Symbolen zur Allergenkennzeichnung) der angebotenen Tellergerichte. Zur Kommunikation mit den Kindern sind z. B. auch die Fanggebiete der Fische ausgehängt. Damit wird zum gemeinsamen Gespräch über dieses Lebensmittel angeregt. Fisch erfreut sich hoher Beliebtheit in dieser Einrichtung.
  • Zur Verbesserung der Esskultur und Abstimmung aller Essensregeln sind diese bereits schriftlich fixiert worden und mit allen Mitarbeitern abgestimmt. Hier herrscht bereits ein hoher Konsens im gesamten Team.
  • Um den Einkauf zu erleichtern, die Bebilderung des Speiseplans zu ermöglichen, Rezepturen zu erstellen und insgesamt viele Abläufe zu vereinfachen, wurde ein rollierender 6-Wochen-Speiseplan erstellt. Dieser wurde nach den Wünschen der Kinder, den Regeln der DGE und viel Erfahrung der Küchenleitung komplett erstellt und ist nun bereits in der Anwendung.
  • Ob der pädagogische Happen mit in die Konzeption aufgenommen wird, wird im Team diskutiert.
  • Die Einführung eines vegetarischen Gerichtes auf Anfrage wird diskutiert. Aktuell wird dieser Wunsch von keinem Kind geäußert.

Lösungen

Zusammen mit dem gesamten Team und unter Federführung der Verpflegungsverantwortlichen ist ein umfangreiches und gutes Verpflegungsleitbild entstanden. Viele Details der Verpflegungssituation sowie des päd. Auftrages zu diesem Thema sind dort festgehalten. Dieses Leitbild ist nun Teil des gesamten päd. Konzeptes dieser Kindertagesstätte. Das Verpflegungsleitbild finden Sie auf der Homepage der Einrichtung veröffentlicht.
  • Das Thema Verpflegung/Ernährung/Lebensmittel ist insgesamt durch das Coaching-Projekt viel mehr in den Fokus aller Beteiligten gerückt. Dies zeigt auch sehr schön die Pinnwand mit den Rückmeldungen der Mitglieder des Essensgremiums (s. Foto), sowie die hier folgende Fotogalerie zu den Ernährungsbildung-Projekten in den einzelnen Gruppen.
  • Auch das Thema "Esskultur und Knigge", das das Essensgremium bearbeiten wollte, ist im Laufe der Monate in den automatischen Blick mit aufgenommen worden. Durch Gespräche und Bewusstmachung haben hier alle an einem Strang gezogen und der alltägliche Umgang beim Essen hat sich erheblich verbessert.
  • Es standen im Laufe des Jahres Elternabende bzw. ein Info-Stand zur Verfügung, an denen die Eltern speziell über das Thema informiert worden sind. Die Elternbefragung, welche auch intensiv durch den Elternbeirat mit begleitet worden ist, ergab eine hohe Zufriedenheit mit der Verpflegung in dieser Einrichtung.
  • In Bezug auf die Nachhaltigkeit wird nun noch mehr regional eingekauft und auch einzelne Bio-Lebensmittel haben Einzug in die Küche gehalten.
  • Insgesamt hat das Coaching-Projekt zu einer höheren Wertschätzung des Essens, der Verpflegung und besonders auch der Küchenkraft geführt. Der Informationsfluss zwischen allen Beteiligten hat sich verbessert. Die Mitarbeiter sind stolz auf ihre Einrichtung.
  • Des Weiteren wurde ein Feedback-System für die Kinder entwickelt. Dies ist bei Kindern sowie den Erziehern sehr gut angekommen und wird täglich genutzt.
Blatt mit Linien und verschiedenen Smileys

Feedback-System

Smileys mit unterschiedlichen Gesichtszügen

Feedback-System

Foto-Galerie (Projekte im Rahmen der Ernährungsbildung)
Insgesamt ist das Thema bei allen Mitarbeitern so gut angekommen, dass es zum Jahresthema geworden ist. Viele unterschiedliche und interessante Projekte sind dabei entstanden.

Stimmen aus dem Essensgremium

  • Frau Noak (Träger): "Das Thema Ernährung ist nun für die Kinder viel präsenter."
  • Frau Zimmermann (Leitung): "Die gesamte Einrichtung ist durch das Coaching und die Qualitätssteigerung in der Verpflegung aufgewertet worden. Die Wertschätzung der Verpflegung ist gestiegen und insgesamt ist die Köchin nun noch mehr in das gesamte Kita-Team eingebunden."
  • Frau Brugger (Verpflegungsbeauftragte): "Wir haben es nicht bereut uns beworben zu haben. Das gesamte Team ist durch das Coaching bereichert worden. Das Thema Verpflegung ist aufgewertet worden und die Köchin und ihre Arbeit wird nun noch mehr geschätzt."
  • Frau Staffler (Köchin): "Alle Mitarbeiter haben nun einen tieferen Einblick in die Küchenarbeit bekommen."
  • Frau Dengjel (Elternbeirat): "Es hat sich viel bewegt im Coaching-Jahr. Vielen Eltern ist das Thema wichtig. Ich freue mich über die bodenständige und gesunde Verpflegung."
Kita Regenbogen
Christina Zimmermann, Verena Brugger
Goethestr. 73, 85386 Eching
Coach: Martina Fink (intern)

www.kita-regenbogen-eching.de Externer Link

Kinderkrippe ROBienchen, 80538 München

Logo der Einrichtung
Die Kinderkrippe ROBienchen ist ein Ort der Bildung und des gemeinsamen Lernens für 24 Kinder von acht Wochen bis zum vollendeten dritten Lebensjahr. Die Kindertageseinrichtung in der St.-Anna-Straße wurde im Oktober 2016 eröffnet. Es können ausschließlich Kinder von Mitarbeitenden der Regierung von Oberbayern und befreundeten Ministerien aufgenommen werden.
Wichtig ist der Kinderkrippe die gesunde, ausgewogene Ernährung der Kinder. Dazu gehört neben einer angenehmen Atmosphäre und genügend Zeit, einer angemessenen Tischkultur und entwicklungsgerechter Beteiligung vor allem die gute Qualität der Speisen und Getränke, die kindgerechte Zubereitung und ansprechende Präsentation.
Ziele
Die Krippe möchte die Verpflegung weiter optimieren. Stolpersteine bei Planung, Einkauf und Zubereitung sollen beseitigt werden.

Herausforderungen

  • Der Caterer der Krippe "Bei Baumann´s" kocht für ca. 500 erwachsene Personen in der Betriebskantine der Regierung von Oberbayern. Dort werden täglich 4 verschiedene Menüs angeboten. Die Krippe, mit ca. 20 Essen pro Tag, ist die einzige Kleinkindergruppe, die der Caterer beliefert.
  • Die Speisen sind immer in der Würzung und dem Garzustand auf die Kleinsten abzustimmen.
  • Die Krippenleitung wünscht sich einmal pro Woche ein Gericht mit Rindfleisch aus biologischer Haltung. Der Caterer kauft dieses Fleisch separat nur für die Krippe ein und bereitet dieses Gericht dann auch separat für die Krippenkinder zu. Dies ist immer eine kleine Herausforderung.
  • Die Krippe möchte den Kindern eine große Vielfalt an Geschmack und Zubereitungsarten bieten. Hier bedarf es immer wieder Gesprächen zwischen Caterer und Krippe.
  • Der Speiseplan ist bereits nach den Kriterien des Speiseplan-Checks sehr gut. Nur fettreicher Fisch sowie der Anteil an Hülsenfrüchten könnten noch erhöht werden.
  • Die Kinder sollen auch an saisonale Rohkost herangeführt werden. Hier bedarf es noch kreativer Salat- und Rohkost-Ideen, welche den Kleinsten schmecken und von Ihnen auch bereits gegessen werden können.
  • Die Kommunikations- und Abstimmungsmöglichkeiten sind sehr gut. Dies ist teilweise auch darin begründet, dass der Gehweg zwischen Küche und Krippe nur 5 min beträgt.
  • Die Eltern sollen noch besser eingebunden werden um die Akzeptanz und die Information zu erhöhen.
  • Alle Kinder werden regelmäßig zum Probieren aller Speisen angeregt.
  • Alle Erzieherinnen essen in Augenhöhe bei den Kindern mit (päd. Happen). Sie sind Vorbild und belegen sowohl die Speisen, als auch die Atmosphäre beim Essen positiv.
Diese Esskultur und die dahinter stehenden pädagogischen Überlegungen gilt es immer wieder den Eltern und dem pädagogischen Personal nahe zu bringen.

Lösungen

Der Speiseplan erfüllte bereits zu Beginn die Kriterien des Speiseplan-Checks, trotzdem gab es noch viele kleine und erfreuliche Änderungen, welche im Coaching-Jahr in den Fokus genommen worden sind.

Folgende Änderungen sind konkret bei den Speisen vorgenommen worden:

  • Würzung und Garzustand: Beides ist nun noch besser dem Geschmack und den Möglichkeiten der Krippen-Kindern angepasst worden.
  • Das Verhältnis Hauptgericht und Beilage wurde besser an die kindlichen Bedarfe angepasst.
  • Geschmacksvielfalt: Hier hat sich die Vielfalt im Laufe des Coaching-Projektes sehr erhöht.
  • Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte und vegetarische Gerichte werden nun häufiger in den Speiseplan aufgenommen.
  • Kreative Salat- und Rohkost-Ideen sind im Laufe des Jahres entstanden. Gerade im Winter gab es viele interessante und leckere Wintersalate. Es wird jetzt noch mehr auf die Saison bei Obst und Gemüse geachtet.

Des Weiteren hat sich das Essensgremium um diese Themen gekümmert:

  • Mit Hilfe eines schriftlichen Feedback-Systems meldet das päd. Personal seine Rückmeldungen an die Küche bzw. an die Einrichtungsleitung.
  • Das Küchenteam ist jetzt viel offener für neue Ideen und bringt auch eigene Ideen ein.
  • Der Caterer der Einrichtung hat eine detaillierte Leistungsbeschreibung erstellt.
  • Der Einkauf von saisonalen und regionalen Lebensmitteln aus der Region hat noch mehr Gewicht erhalten.
  • Die Themen "Gesunde Ernährung und Esskultur" sind im Team und bei Eltern präsenter.
  • Ein kompaktes und klares Verpflegungsleitbild ist erstellt worden. Dieses ist in Zukunft Bestandteil des Gesamt-Konzeptes dieser Einrichtung. Das Verpflegungsleitbild finden Sie auf der Homepage der Einrichtung veröffentlicht.
Ernährungs-Bildung
In Zusammenarbeit mit den Eltern sind im Laufe des Kita-Jahres sehr schöne Ernährungs-Collagen produziert worden. Diese Bilder werden den Speisen-Raum verschönern, aber bedingt durch die verwendeten Materialien werden diese Bilder auch die Akustik verbessern. Des Weiteren regte die Erstellung der Collagen natürlich dazu an, dass alle Eltern und Erzieher über das Thema Ernährung ins Gespräch gekommen sind.

Stimmen aus dem Essensgremium

  • Anna Dauer (Leitung): "Es war für mich sehr positiv zu sehen wie wir zusammen gewachsen sind und jetzt alle – auch die Eltern – an einem Strang ziehen."
  • Martin Baumann (Küchenleitung des Caterers "Bei Baumann´s"): "Ich habe viele neuen Ideen für Gerichte mit Hülsenfrüchten gefunden."
  • Christine Bonnet (Elternbeirat): "Das Bewusstsein für gesunde und ausgewogene Ernährung in der Kita wurde sehr gestärkt."
Kinderkrippe ROBienchen
Anna Dauer
St.-Anna-Str. 1, 80538 München
Coach: Martina Fink (intern)

www.parikita.de Externer Link

Kinderhaus im Plieninger Familienland, 85652 Pliening

Die Elterninitiative Pliening e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der seit 1991 in der Gemeinde Pliening tätig ist und die Interessen der Familien mit Kindern vertritt. Der Verein ist Träger eines Kinderhauses mit Krippe und Hort, einer Mittagsbetreuung an der Schule und weiteren Gruppen und Angeboten für Familien mit Kindern. Seit dem Einzug in das von der Gemeinde erbaute "Plieninger Familienland" werden in der Küche des Hauses täglich etwa 200 warme Mahlzeiten frisch zubereitet. Das Küchenteam kocht sowohl für die Kinder und Angestellten der eigenen Einrichtungen als auch für den benachbarten Kindergarten St. Barbara. Dabei müssen die Bedürfnisse der Kinder ab einem Jahr und bis zu 12 Jahren berücksichtigt werden.

Ziele

Das Plieninger Familienland hatte von Beginn an das Ziel regionale, saisonale und frische Produkte in ihrer Küche zu verarbeiten. Lange Lieferwege sollen vermieden werden.
Das Küchenteam sowie die pädagogischen Mitarbeiter möchten für alle Altersklassen ein schmackhaftes und kindgerechtes Angebot bieten. Dabei ist die Zufriedenheit aller wichtig und die Wünsche der Kinder, des Küchenteams, des pädagogischen Personals und der Eltern sollen im Fokus stehen.

Herausforderungen und Lösungsansätze

Um diese Ziele zu verwirklichen stellt sich das gesamte Essensgremium einigen Herausforderungen und möchte folgende Lösungswege gehen:

  • Zur besseren Kommunikation und Klärung aller offenen Fragen für Eltern, Küche und päd. Personal soll ein Verpflegungsleitbild erstellt werden.
  • Um die Mittagspause für die Hort-Kinder entspannter zu machen, will man versuchen den Speisesaal ruhiger zu gestalten. Hier sucht man neue Organisationsformen.
  • Außerdem wird überlegt den Speisesaal der Hort-Kinder altersgerechter einzurichten. Vielleicht werden einige kleinere Tische und Stühle angeschafft.
  • Auch in der Mittagsbetreuung möchte man in deren Speisenraum mehr Ruhe erreichen und man denkt über einen anderen Ablauf der Essensrückgabe nach.
  • Zur besseren Kommunikation mit den Kindern und zur Festlegung der Essensregeln für alle Beteiligten, sollen diese Regeln nun auch so gestaltet werden, dass sie für alle gut lesbar ausgehängt werden können.
  • Zur Information und besseren Kommunikation über Lieferanten und Herkunft von Lebensmittel will die Küche eine Übersicht für alle Interessierten aushängen (auch Teil des Verpflegungsleitbildes)
  • Des Weiteren möchte man die Eltern noch besser über die Homepage sowie die Elternbriefe über das Verpflegungskonzept informieren.
  • Der Speiseplan erfüllt bereits 12 der max. erreichbaren 14 Kriterien. Hier könnten nur noch mehr Hülsenfrüchte aufgenommen werden sowie der Anteil an Fischgerichten erhöht werden.

Lösungen

Das umfangreiche und übersichtliche Verpflegungskonzept wurde in Zusammenarbeit mit allen Kollegen aus der Pädagogik sowie der Küche gemeinsam erstellt. Dieses bietet für alle Mitarbeiter Gelegenheit sich transparent und reflektiert nach innen und außen zu präsentieren. Alle offenen Fragen wurden im Team angesprochen und die Lösungen für alle sichtbar schriftlich fixiert. Dies gibt Sicherheit und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit.
Den Eltern wird dieses Leitbild zum Gesamt-Konzept ausgegeben. Außerdem wird man es auf der Homepage finden. Die Homepage und Newsletter sollen in Zukunft noch mehr zur Information an die Eltern genutzt werden.

Viele kleinere und größere Änderungen sind in der ganz konkreten Speiseplaunung und Lebensmittelauswahl vorgenommen worden:

  • Der Speiseplan erfüllte von Beginn an die geforderten Kriterien der DGE, konnte aber noch mal spezieller angepasst und attraktiver gestaltet werden:
  • Besonders auffällig ist, dass sich die Mengen an Gemüse und Salaten erheblich erhöht haben. Dies bedeutet, dass die Kinder insgesamt mehr Gemüse und Salat zu sich nehmen.
  • Es wurden viele kreative Ideen umgesetzt um mehr Vollkorn in den Speiseplan aufnehmen zu können, mehr Hülsenfrüchte und auch Wintersalate und Gemüsesticks anbieten zu können.
  • Die Mengen der ausgegebenen Speisen werden noch genauer betrachtet um hier Lebensmittelabfälle/-reste so gering wie möglich zu halten.
  • Häufiger werden jetzt die Süßspeisen zum Dessert durch frisches Obst ersetzt.
  • Eine Liste mit Lieferanten und Herkunftsnachweisen über die verwendeten Lebensmittel wurde im Eingangsbereich gut sichtbar für alle Interessierten ausgehängt.
  • Insgesamt hat ein guter Austausch im gesamten Küchen-Team stattgefunden und alle haben Spaß daran ihre Ideen einzubringen.

Folgende weitere Änderungen sind vorgenommen worden:

  • Die Lautstärke in den Räumen ist reduziert worden, indem die Tische Tischdecken mit Unterlage erhalten haben und auch die Stühle mit „Stoßdämpfern“ versorgt werden.
  • Ein umfangreiches Verpflegungsleitbild ist in Zusammenarbeit mit dem ganzen Team entstanden. Das Verpflegungsleitbild finden Sie auf der Homepage der Einrichtung veröffentlicht.
  • Für den Speiseraum sind einige kleinere Stühle und Tische angeschafft worden um hier nun jeder Altersstufe die richtige Höhe zum Sitzen und Essen anbieten zu können.
  • In der Krippe wird schon immer Porzellangeschirr, Glas und normales Besteck eingesetzt. Die Eigenständigkeit der Kinder, sowie das Erlernen der manuellen Fähigkeiten beim Essen, stehen hier im Fokus.
  • Zur Anlieferung des Essens im Nebengebäude wurde ein zweiter Warmhaltewagen angeschafft.
Themen-Wochen - für die ganze Einrichtung

In Zusammenarbeit mit dem gesamten Team der Einrichtung wurden Themen-Wochen durchgeführt. Alle haben sich z. B. mit Italien (z. B. Bau der Akropolis) oder dem Thema Kräuter/Gewürze beschäftigt und daraus eine komplette Themen-Woche gestaltet. Das Mittagessen wurde entsprechend angepasst, der Speisenraum dekoriert und über alle Speisen ausführlich in den Gruppen gesprochen. Dies war sehr erfolgreich und wurde von Kinder, päd. Personal und den Eltern sehr gelobt.
Im Rahmen der Ernährungsbildung haben im Laufe des Jahres viele Projekte stattgefunden. Die Einrichtungsübergreifenden Themenwochen haben im Coaching-Jahr so zum ersten Mal stattgefunden. 

Bildergalerie zu der Themen-Woche "Italien" und was dazu in der Küche stattgefunden hat
Stimmen zum Coaching:
Margit Pricha (Einrichtungsleitung): "Mit der professionellen Begleitung unseres Coaches durch dieses Jahr sind sehr intensive und befruchtende Diskussionen zu wirklich allen Themen rund ums Essen angestoßen worden. Das Ergebnis ist ein Verpflegungskonzept mit dem wir unsere Arbeit nach innen und außen transparent machen. Damit steht uns ein verbindlicher Rahmen für die gemeinsame Arbeit mit Kindern und Eltern zur Verfügung. Das gibt uns Sicherheit und ein gutes Gefühl der Zusammengehörigkeit."
Kinderhaus im Plieninger Familienland
Margit Pricha
Kirchweg 31, 85652 Pliening
Coach: Martina Fink (intern)

www.eip-pliening.de Externer Link