Verpflegung in stationären Senioreneinrichtungen

Gerade im Alter kann die Ernährung einen entscheidenden Einfluss auf die Gesundheit ausüben und damit das Wohlbefinden und die Lebensqualität fördern.

Beim Thema Verpflegung in stationären Einrichtungen tauchen immer wieder spezielle Frage- und Problemstellungen auf. In den Einrichtungen leben meist pflegebedürftige Menschen mit verschiedenen Gebrechen und Krankheiten. Eine bedürfnis- und bedarfsgerechte Verpflegung ist eine große Herausforderung.Wir bieten Ihnen hierzu Veranstaltungen an, die sich in Theorie und Praxis an Küchenleiter und Verpflegungsverantwortliche sowie Heim- und Pflegedienstleiter richten.

Speiseplanung

Speiseplanung für Senioren – ein Spagat im Küchenalltag

Seniorin und Koch sprechen über ausgebreiteten Speiseplan
Dieser Workshop zum Thema Speiseplanung in Senioreneinrichtungen soll Ihnen Anregung für eine gesundheitsförderliche, schmackhafte und abwechslungsreiche Verpflegung in Ihrer Einrichtung geben. Sie lernen die Grundlagen der Speiseplanung in Anlehnung an die Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) kennen.
In einem Workshop erfahren Sie, wie der eigene Speiseplan mit Hilfe von Checklisten bewertet werden kann. Gemeinsam werden Ideen für die praktische Umsetzung und Verbesserungsvorschläge gesammelt, auch die Schwierigkeiten der Speiseplanung werden Thema sein.
Es bleibt außerdem Zeit zum Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen.

Unser Workshop

  • erläutert Grundlagen der Speiseplanung in Anlehnung an den Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).
  • zeigt wie der eigene Speiseplan mit Hilfe von Checklisten bewertet werden kann.
  • gibt Impulse zur praktischen Umsetzung von neuen Ideen und Verbesserungsvorschlägen.
  • bietet Möglichkeiten zum Erfahrungsaustausch mit Fachkolleginnen und -kollegen.
Dienstag, 12. November 2019 • 14.30 bis 17.30 Uhr
Oberhaching (Landkreis München)Anmeldeschluss ist am 5. November 2019.

Demenz

Ernährung von demenzkranken Menschen

Teller mit Hähnchenschnitzel, Gemüse, Tomatensauce und Kartoffelgratin
Fast 20 % der über 65-Jährigen leiden schon heute an Demenz. Demenzkranke Menschen sind leider in vielen Lebensbereichen eingeschränkt. Für die Pflege und Verpflegung demenzkranker Menschen brauchen Verantwortliche Einfühlungsvermögen und Know-how. Gerade im Bereich ihrer Ernährung können wir ihnen heute viele Erleichterungen bieten und ihnen das Leben so lebenswert wie möglich gestalten.
Im Workshop erhalten Sie Informationen zum Erkrankungsbild und den Veränderungen im Ernährungsverhalten. Zudem wird Ihnen Irma Blüm, unserer Fachfrau aus der Praxis, anhand vieler Beispiele zeigen, wie die Verpflegung bei Demenz konkret aussehen kann und wie Sie so den Betroffenen ein Stück Selbstständigkeit zurückgeben können.
Ergänzend möchten wir Sie anhand von Mitmach-Stationen dafür sensibilisieren, welche Einschränkungen die Bewohner im Bereich der fünf Sinne (Sehen, Riechen, Schmecken, Hören und Fühlen) speziell beim Essen und Trinken haben.
Stationen zum Thema "Essen und Trinken mit allen Sinnen"
Diesen Workshop bieten wir Ihnen gerne auf Anfrage wieder an.

Mangelernährung

Workshop Mangelernährung im Alter

Faltige Hände liegen in jungen Händen

© Africa-Studio - fotolia.com

Mangelernährung ist nicht nur ein Thema in Entwicklungsländern. Studien zufolge haben Bewohner von Senioreneinrichtungen ein sehr hohes Risiko für eine Mangelernährung. Aus einer ungenügenden Nährstoff- und Energieversorgung können messbare Veränderungen der Körperfunktion und ein schlechterer Krankheitsverlauf resultieren. Die Ursachen sind sehr vielfältig.
Nach einem theoretischen Einblick in das Thema Mangelernährung beschäftigen wir uns in 2 getrennten Workshops mit den Anforderungen für Sie als Küchen- oder Pflegekräften. In den Workshops wollen wir an Hand von Fallbeispielen und Rezepten uns mit der Erfassung und Versorgung bei Mangelernährung beschäftigen.
Die Veranstaltung richtet sich an Fachkräfte aus der Küche, Hauswirtschaft und Pflege. Es bleibt ausreichend Zeit zum Erfahrungsaustausch mit Kolleginnen und Kollegen.
Diesen Workshop bieten wir Ihnen gerne auf Anfrage wieder an.

Rückblick

Veranstaltung im März 2019

Workshop Pflege

Workshop Pflege

Die interdisziplinäre Veranstaltung informierte über Mangelernährung. Diätassistentin Irma Blüm zeigte im Vortrag auf, wieso es bei betagten Menschen häufig zu einem Mangel kommt, was die Folgen sind, wie man behandelt oder bestenfalls vorbeugt. Für den anschließenden Workshop wurden die Teilnehmer in zwei Gruppen aufgeteilt.
Die Gruppe "Pflege" lernte Hilfestellungen kennen, um Mangelernährung frühzeitig zu erkennen und Betroffene versorgen zu können. Ernährungswissenschaftlerin Kristina Franz aus der Charité in Berlin stellte die vier Screeninginstrumente MNA, MUST-2000, SGA und NRS vor. Mit deren Hilfe kann bei Bewohnern einer Pflegeeinrichtung ein Risiko bzw. eine vorliegende Mangelernährung erkannt werden. Die Teilnehmer lernten die Screeningtools richtig anzuwenden und im Arbeitsalltag zu integrieren.
Workshop Küche

Workshop Küche

Parallel fand ein Küchen-Workshop mit Irma Blüm statt. Um den Ernährungsstatus von Senioren mit Mangelernährung zu verbessern, sei eine optimale Lebensmittelauswahl und Anreicherung von Speisen erforderlich, erklärte die Diätassistentin. Dies sei zum Beispiel durch ein Angebot von kleinen Mengen fett- und eiweißreicher Nahrungsmittel möglich. Die Teilnehmer lernten, hochkalorische und eiweißreiche Anreicherungen herzustellen. Dazu hatte die Referentin Rezepte für Shakes und Drinks dabei.
Bei einem regen Austausch wurden die hergestellten Speisen und Getränke gemeinsam verkostet.
Fazit
Ein sehr gelungener Nachmittag, bei der Pflege-, Hauswirtschaft- und Küchenkräfte gemeinsam die Gelegenheit hatten, sich mit dem Thema zu befassen, auszutauschen sowie Praxistipps zu erhalten. Dies wurde von allen Teilnehmern sehr geschätzt und sie kamen zu dem Schluss: Mangelernährung lässt sich nur gemeinsam vermeiden und beheben.

Veranstaltungen im Mai und November 2017

Fachkräfte aus Küche, Hauswirtschaft und Pflege informierten sich über Mangelernährung. In einem Vortrag erfuhren sie Wissenswertes zu kritischen Nährstoffen, Ursachen und Therapiemöglichkeiten.

Anschließend teilte sich die Gruppe in zwei Workshops auf:

  • Im Kochworkshop lernten Küchenfachkräfte Möglichkeiten der Anreicherung von Speisen kennen.
  • Die Fachkräfte aus Hauswirtschaft und Pflege beschäftigten sich mit der Erfassung von Mangelernährung mit Screening-Instrumenten.
Mehrere Personen sitzen in einem Stuhlkreis und schauen auf Arbeitszettel

Workshop Pflege

Screening auf Mangelernährung
Im Praxisworkshop "Pflege" lernten die Teilnehmer Hilfestellungen kennen, um eine Mangelernährung frühzeitig zu erkennen und betroffene Bewohner zu versorgen. Die Referentin Petra Kaiser, Pflegedienstleitung des Seniorenheims Priental, stellte das Screeninginstrument MNA (Mini Nutritional Assessment) vor. Mit diesem kann bei Bewohnern einer Pflegeeinrichtung ein Risiko bzw. eine vorliegende Mangelernährung frühzeitig erkannt werden. Bewohner sollen bei der Aufnahme in eine Einrichtung und danach regelmäßig gescreent werden. Mit Fallbeispielen lernten die Teilnehmer, eine Mangelernährung einzuschätzen und Maßnahmen abzuleiten.
3 Personen mit Schürzen stehen vor einer Küchenzeile mit Töpfen

Workshop Küche

Tipps und Tricks zum Anreichern von Speisen
Den Koch-Workshop leiteten die Diätassistentinnen Johanna Alt und Elisabeth Kolodziej vom Zentrum für Ernährungsmedizin und Prävention. Den Ernährungsstatus von Senioren mit (einem Risiko für eine) Mangelernährung verbessere die optimale Lebensmittelauswahl und Anreicherung von Speisen. Dies ermögliche zum Beispiel ein Angebot von kleinen Mengen fett- und eiweißreicher Nahrungsmittel.
Die Teilnehmer stellten hochkalorische und eiweißreiche Anreicherungen her, darunter: "Warmer Müslibrei" (Frühstück), "Hackfleischbällchen und Polentaschnitten" (Mittagessen), "Mascarpone-Creme" (Nachtisch) sowie "Tomatensuppe und Makrelenaufstrich" (Abendessen). Auch mit Convenience-Produkten wie Zusatz- und Trinknahrungen beschäftigten sie sich.
Fazit
Mitarbeiter aus Pflege, Hauswirtschaft und Küche erhielten Hintergrundinformationen sowie Praxistipps. Ihr Fazit: Mangelernährung lässt sich nur gemeinsam vermeiden und beheben.

Dysphagie

Essen und Trinken bei Kau- und Schluckstörungen

Fleisch mit Kartoffelpüree und Gemüse
Die Verpflegung von Menschen mit Kau- und Schluckstörungen stellt die Verpflegungsverantwortlichen vor große Herausforderungen. Bei der Veranstaltung erhalten die Teilnehmer Informationen zum Erkrankungsbild und erfahren anhand von Praxisbeispielen, wie die Verpflegung bei Dysphagie konkret aussehen kann.
Was ist bei der Verpflegung von Menschen mit Kau- und Schluckstörungen wichtig? Was ist Dysphagie und wie erkennt man sie? Welche Ausprägungen gibt es? Wie verpflegt man einen Menschen mit Dysphagie richtig? Diesen und weiteren Fragen widmen sich die Veranstaltungen für Fachkräfte aus Küche, Hauswirtschaft und Pflege aus Gesundheits- und Sozialeinrichtungen (z. B. Köche, Küchenhilfen, Küchenleiter, Pflegefachkräfte, Betreuungskräfte und Heimleitungen)
Wir möchten Sie für das Thema sensibilisieren, um die Ernährung der Bewohner/Patienten zu verbessern.

Nach einem einführenden Teil für alle Teilnehmer, wird die Gruppe getrennt in "Pflege" und "Küche".

  • Pflegegruppe:
    Eine Logopädin wird die Inhalte vertiefen und dabei auch auf die Ursachen, die Klinik und die Diagnostik sowie professionelle Unterstützungsmöglichkeiten eingehen. Mit praktischen Schluckübungen lernen Sie die Situation von Menschen mit Dysphagie besser zu verstehen
  • Küchengruppe:
    Hier findet ein aktiver Koch-Workshop statt. Sie lernen die verschiedenen Konsistenzstufen kennen und wie Sie die entsprechende Kost selbst zubereiten können. Außerdem lernen Sie den Einsatz von Convenience-Produkten kennen. Zwei Köche stehen Ihnen hier mit Rat und Tat zur Verfügung.
Diesen Workshop bieten wir Ihnen gerne auf Anfrage wieder an.

Kontakt

Ansprechpartnerinnen

Silvia Hilger
AELF Ebersberg
Wasserburger Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: 08092 2699-184
Fax: 0049 8092 2699-140
E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de
Luisa Haydn
AELF Ebersberg
Wasserburger Straße 2
85560 Ebersberg
Telefon: 08092 2699-183
Fax: 0049 8092 2699-140
E-Mail: poststelle@aelf-eb.bayern.de