Coaching Schulverpflegung

Kinder beim gemeinsamen Mittagessen in Mensa

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Das Coaching unterstützt Schulen dabei, ihre Mittagsverpflegung gesund und qualitätsbewusst zu gestalten.

Jedes Schuljahr können sich dafür interessierte Schulen bewerben. Allen Verantwortlichen der Schulverpflegung steht während eines Schuljahres ein Coach mit Rat und Tat zur Seite, um unter anderem die Empfehlungen des Qualitätsstandards der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestmöglich umzusetzen.

Coaching Schulverpflegung 2017/18

Das Coaching bietet den teilnehmenden Schulen die Möglichkeit, die warme Mittagsverpflegung zu verbessern.
Die Schulen werden von September 2017 bis Juli 2018 von einer Ernährungsfachkraft individuell gecoacht. Gemeinsam mit dem Coach analysieren sie ihr Verpflegungsangebot und legen individuelle Ziele und Maßnahmen zur Verbesserung fest. Dabei werden die Aspekte Gesundheitsförderlichkeit, Nachhaltigkeit, Wertschätzung und Wirtschaftlichkeit betrachtet.

Teilnehmende Schulen 2017/2018 in Oberbayern Ost

Dominik-Brunner-Realschule, 85586 Poing

Dominik-Brunner-Realschule
Matthias Wabner
Seerosenstraße 13a, 85586 Poing

www.realschule-poing.eu Externer Link

Gymnasium Grafing, 85567 Grafing

Das Gebäude
Gymnasium Grafing besuchen derzeit rund 1080 Schülerinnen und Schülern. Neben dem Nachmittagsunterricht führen das breite Wahlkursangebot sowie die Offene Ganztagsschule dazu, dass viele Kinder einen Großteil ihres Tages dort verbringen. Daher kommt der Mittagsverpflegung eine wichtige Rolle zu. Auch die Kinder der beiden Inklusionsklassen des Förderzentrums Steinhöring, die am Gymnasium Grafing als Schule mit dem Profil Inklusion untergebracht sind, essen in der Mensa zu Mittag. Die Schule möchte, dass sich die Schüler gesund und vollwertig ernähren und die Mensa ein entsprechendes Angebot hat. Als Umweltschule in Europa / internationale Agenda 21-Schule ist es zudem ein Anliegen, die Mensa zu stärken, um den Imbissmüll zu reduzieren.
Gymnasium Grafing
Paul Schötz
Jahnstraße 17, 85567 Grafing

www.gymnasium-grafing.de Externer Link

Otfried-Preußler-Schule Stephanskirchen, 83071 Rosenheim

Das Gebäude
Otfried-Preußler-Schule Stephanskirchen
490 Schülerinnen und Schüler besuchen die Grund- und Mittelschule. In der Grundschule gibt es eine verlängerte Mittagsbetreuung. Die Mittelschule hat ein offenes Ganztagesangebot.
Vor wenigen Jahren wurde im Mittelschulgebäude eine Mensa neu gebaut. Grundlage dafür war ein eigens erstelltes Konzept, welches den Schwerpunkt auf regionale, biologisch produzierte Lebensmittel und vor Ort Verarbeitung legte. Leider erwies sich dieses Konzept in der Praxis aus verschiedenen Gründen als nicht umsetzbar und unrentabel. Vor einem Jahr musste dann der Kooperationspartner gewechselt werden und seitdem wird die Mensa von der Hofmann Menümanufaktur mit tiefgefrorenem Essen beliefert. Jede Mahlzeit besteht entweder aus Vor- und Hauptspeise oder aus Haupt- und Nachspeise, wobei die zusätzlichen Speisekomponenten (Obst, Gemüse) zu 100% biologisch sind, regional eingekauft und vor Ort verarbeitet werden.
Speisenraum

Speisenraum

Herausforderungen
Den Schülern wird neben dem Hauptgericht alternativ nur eingeschränkt ein vegetarisches Gericht angeboten, da die Nachfrage auf ein bis zwei Schüler begrenzt ist. Beim Hauptgericht besteht derzeit leider noch keine keine Wahlmöglichkeit.
Das Essen schmeckt richtig gut – darin sind sich fast alle Schüler einig und auch einige Lehrer, einschließlich der Schulleitung, essen gerne in der Mensa. Lediglich die Lautstärke und der eher kahle Mensaraum trüben den Genuss. Auch sitzt man relativ eng beieinander und beim Speiseplan kann sicherlich auch noch das ein andere andere optimiert werden.
Die Essenszahlen schwanken je nach Wochentag zwischen 50 und 70 Essen und sind relativ konstant. Die ersten Grundschüler kommen ab ca. 12:30 Uhr in mehreren Gruppen zum Essen, ab 13:10 Uhr dann die Mittelschüler. Die Essensausgabe endet um 13:30 Uhr.
Gebucht werden kann bis zum Vortag um 18:00 Uhr, bei Krankheit kann am gleichen Tag bis 08:00 Uhr abbestellt werden. Das Bestellsystem über Kitafino sorgt für eine geregelte Abrechnung, überfordert aber manche Eltern. Für die Kinder heißt es "Ohne Chip kein Essen!", was manche auch nicht immer auf die Reihe bekommen.
Otfried-Preußler-Schule Stephanskirchen
Florian Burggraf
Schömeringerstr. 35, 83071 Rosenheim

ops-stephanskirchen.de Externer Link

Bayerische Landesschule für Körperbehinderte, 81547 München

Das Gebäude
Bayerische Landesschule für Körperbehinderte
Mit aktuell etwa 330 Schülerinnen und Schülern sind wir eine der größten Schulen für Körperbehinderte in Bayern – und zudem die älteste Einrichtung für Körperbehinderte in ganz Europa.
Unsere Schülerschaft umfasst in vieler Hinsicht eine große Bandbreite: etwa vom Alter von 4 bis 23 Jahren oder von den angestrebten Schulabschlüssen vom Abschluss im Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung bis zur Mittleren Reife. Ein Teil unserer Schülerschaft hat keine körperliche Beeinträchtigung, ein weiterer Teil hat starke oder sehr starke körperliche Beeinträchtigungen. Die meisten unserer Schülerinnen und Schüler können sprechen. Unabhängig von der individuellen Beeinträchtigung bieten wir allen unseren Schülerinnen und Schülern eine schulische Heimat, einen Ort des gemeinsamen Lernens.
Unsere Einrichtung ist in stark miteinander verwobenen Abteilungen organisiert: eine Förderschule, eine Wirtschafts- und Berufsfachschule, ein 5-Tage-Internat, eine Therapieabteilung, eine Heilpädagogischen Tagesstätte und übergreifend die Verwaltung.
Bayerische Landesschule für Körperbehinderte
Christian Albrecht
Kurzstr. 2, 81547 München

www.baylfk.com Externer Link

Montessori Volksschule, 85445 Aufkirchen

Montessori Volksschule
Ulrike Reinhardt
Pfarrer-Mittermair-Str.75, 85445 Aufkirchen

www.montessori-erding.de/schule Externer Link

Dorfschule Walchensee, 82432 Walchensee

Dorfschule Walchensee
Dr. Bernhard Wirth
Kastanienallee 1, 82432 Walchensee

dorfschule-walchensee.de Externer Link

Rückblick

Teilnehmende Schulen 2016/2017 in Oberbayern Ost

St.-Georg-Grund- und Mittelschule Bad Aibling

Außenansicht St.-Georg-Grund- und Mittelschule Bad Aibling
440 Schüler besuchen die Grund- und Mittelschule. In der Grundschule gibt es eine verlängerte Mittagsbetreuung, die in eine offene Ganztagsschule umgestaltet werden soll. Die Mittelschule hat bereits ein offenes Ganztagsangebot. Momentan befindet sich die Mensa in einem Container. Die ersten Grundschüler kommen ab ca. 12.20 Uhr zum Essen. Die letzte Schicht beginnt um 13.00 Uhr.
Pinnwand mit beschriebenen Zetteln
Herausforderungen
Seit 15 Jahren gibt es an der Grund- und Mittelschule in Bad Aibling eine Mittagsbetreuung für die Grundschüler sowie die Offene Ganztagsschule für die Mittelschüler. In diesem Schuljahr wurde zusätzlich die gebundene Ganztagsschule für eine Übergangsklasse eingeführt. Das Mittagessen liefert ein externen Anbieter warm an und gibt es in einem provisorischen Mensacontainer aus. Die Schüler können vorab über ein Bestellsystem zwischen drei Gerichten wählen. Täglich gibt es frischen Salat am Buffet.
Das Essen schmeckt – darin sind sich die meisten Schüler einig. Nur für die Schüler der Übergangsklasse sind manche Gerichte ungewohnt.
Die Zahl der Schüler in der Ganztagsschule und damit auch die Essenszahlen nehmen ständig zu. Damit wird es im Mensacontainer eng, obwohl in zwei Schichten gegessen wird. Für eine Garderobe fehlt im Container der Platz. Die meisten Schüler legen deshalb Sommer wie Winter Schultasche und Jacke vor dem Container in einem kleinen überdachten Bereich ab. Das Raumklima im Container ist nicht ideal: Im Sommer ist es zu heiß, im Winter eher kalt und Kondenswasser läuft an den Wänden entlang. Eine neue Mensa ist in Planung. Bis dahin soll jedoch die Verpflegungssituation für die Schüler im Container optimiert werden.
Lösungsansätze
Ein Essensgremium mit Schulleitung, Sachaufwandsträger, Lehrerin als Verpflegungsbeauftragte, Essenanbieter, Elternvertretern, Schülern und Vertretern der Ganztagsschule wurde gegründet. Zum ersten Mal saßen alle, die mit der Schulverpflegung zu tun haben, an einem Tisch.
Um sich bezüglich der hygienischen Situation im Mensacontainer beraten zu lassen, wird mit der Lebensmittelüberwachung zusammengearbeitet. Die Luftfeuchtigkeit in dem Mensacontainer ist zu hoch, ein Entfeuchter wird aufgestellt.
Der Speiseplan-Check wird im Essensgremium ausführlich diskutiert. Viele Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung werden erfüllt.
Ergebnisse
Der Essensanbieter hat die Wünsche der Schüler zum Speiseplan berücksichtigt: Fisch gibt es jetzt abwechselnd an allen Wochentagen. Auch der gesunde fettreiche Fisch ist im Angebot, z.B. Lachs im Nudelgericht.
Die Verpflegungssituation im Mensacontainer bleibt unbefriedigend für alle Beteiligten, obwohl die Abläufe im provisorischen Mensacontainer bereits bestmöglich gestaltet wurden. Umso wichtiger war für das Essensgremium ein Treffen zu den Planungen der neuen Mensa. Sehr gut vorbereitet und konstruktiv wurden alle Wünsche und Anforderungen an die neue Mensa aus Sicht des Gremiums formuliert – von der Gestaltung der Essensausgabe bis zu Geschirrrückgabe und Garderobe.
So soll beispielsweise die künftige Essensausgabe von der Höhe her auch für Grundschulkinder passend sein. Um Wartezeiten zu vermeiden, soll je nach Anzahl der Essensteilnehmer über eine zweite Ausgabestelle nachgedacht werden.
Der Betreiber der Mensa sollte auch den Pausenverkauf übernehmen. Eine Verkaufstheke zum Pausenhof hin wäre aus diesem Grund wünschenswert und sinnvoll. Ein Getränke-/Kaffeeautomat könnte das Angebot ergänzen.
Wichtig ist den Teilnehmern des Essensgremiums die Essatmosphäre und Vermittlung von Esskultur in der Mensa. Die Gestaltung und Akustik des Speiseraums spielt hier eine besondere Rolle. Eine mobile Trennwand zur Aula wurde ebenso diskutiert wie die Größe und Anzahl der Tische.

Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt für die Schulfamilie eine große Rolle. So plant das Gremium die Entwicklung zur "Umweltschule". Mülltrennung und Müllvermeidung sollen dabei in der ganzen Schule selbstverständlich sein, auch in der Mensa. 

Das Essensgremium hofft, mit diesen ersten Überlegungen zu den Planungen der neuen Mensa beitragen zu können und weiterhin einbezogen zu werden.
Im nächsten Schuljahr will sich das Essensgremium ergänzend dazu mit der Entwicklung eines Verpflegungsleitbildes beschäftigen. 

Betreuerin OGS:
"Die Wertschätzung für die Mittagsverpflegung und unsere Arbeit ist in der ganzen Schulfamilie gestiegen"

Ansprechpartner und Kontakt:
St.-Georg-Grund- und Mittelschule Bad Aibling
Sonnenstr. 36, 83043 Bad Aibling
Schulleitung: Wolfgang Baumann
Verpflegungsbeauftragte: Gertraud Hollinger
Coach: Doris Bernhofer
Internet: www.st-georg-volksschule.de Externer Link

Jahn-Grundschule Bad Tölz

Jahn-Grundschule Bad Tölz

Außenansicht Jahn-Grundschule Bad Tölz
Die Jahn-Grundschule ist im Schuljahr 2014/15 in ihr generalsaniertes Stammgebäude gezogen. Die gebundenen Ganztagsklassen essen gestaffelt in Tischgemeinschaften zu Mittag. In der neuen, gut ausgebauten Ausgabe-Mensa werden täglich ein Hauptgericht mit Salat und eine Nachspeise angeboten.
Herausforderungen
Die Mensa soll ein Ort werden, an dem die Schüler, aber auch die Lehrkräfte gerne und mit Appetit in der Gemeinschaft essen. Als zentraler Punkt im Tagesablauf des gebundenen Ganztages soll die Wohlfühl-Atmosphäre nachhaltig verbessert werden, vor allem in puncto Raumakustik und Ambiente. Die Schüler sollen in den Prozess einbezogen werden und ihn mittragen. Zum Beispiel werden zur weiteren Optimierung des Essensangebotes Mitbestimmungsmöglichkeiten der Schüler erprobt. Coach Barbara Scheidler motiviert das Essensgremium, Veränderungen zu finden und deren Umsetzung anzupacken. Sie achtet darauf, dass diese Maßnahmen langfristig angelegt und umgesetzt werden. Zum Ende des Schuljahres werden sich alle für die geleistete Arbeit und das erzielte Ergebnis mit einem kleinen Fest in der neuen Mensa belohnen.
Erste Maßnahmen
Als Sofortmaßnahme wurden die Tische neu arrangiert, Moltonunterlagen angeschafft, provisorische Tischdecken aufgelegt und Pflanzen aufgestellt. Die Schüler nahmen die Veränderungen freudig auf, gestalteten die Fenster, bastelten Tischdekorationen und bemalten Menü-Aufsteller. Nachdem ihnen das Coaching erläutert worden waren, wählte jede Klasse zwei Schülersprecher für das Essensgremium. Es wurde eine regelmäßige Bewertung des Essens installiert und der Geschmack der Kinder bezüglich der Tischdecken eruiert.
Ergebnisse
Mit Hilfe des Coachings ist aus der Mensa ein Ort geworden, den Schüler und vereinzelt auch Lehrer gerne zum Mittagessen aufsuchen. Das liegt erstens daran, dass das bereits gute Essensangebot optimiert wurde. Die pädagogische Fachkraft, die die Kinder begleitet, erhält einen "pädagogischen Happen" - das gibt den Eltern Sicherheit, dass die Qualität des Essens hoch bleibt. Ein leicht durchführbares Rückmeldesystem für die Kinder teilt dem Koch deren Einschätzung zum Mittagessen mit.
Zweitens wurde der Raum an sich entscheidend verändert. Die Akustik wurde durch Moltonunterlagen auf den Tischen, Tischdecken und Vorhänge spürbar verbessert. Der Raum wurde durch das Umstellen der Tische, das Aufstellen von Pflanztrögen und die Errichtung einer Sichtschutzwand, die den Küchengang verdeckt, wohnlich und warm. Dabei wurden Vorhänge und Tischdecken farblich an das Grundkonzept angepasst, wofür fachlicher Rat genauso wichtig war, wie die Wünsche der Kinder, der Lehrkräfte und des Kochs.
Für mehr Ruhe und eine reibungslosere Organisation sorgen die von den Schülern erstellten und gestalteten Mensa-Regeln. Zudem werden noch einzelne Wände durch Schülerarbeiten aus dem Kunstunterricht verschönert.
Im Juni lobte die Schule einen Wettbewerb aus: Die Schüler sollen einen flotten Namen für ihre Mensa finden. Am 20. Juli 2017 wird die neue Mensa mit allen Schülern und Lehrern des Ganztages eingeweiht. Eingeladen werden die Eltern der Ganztagsklassen, das Essensgremium und der Coach (Frau Scheidler), aber auch alle Fachkräfte, die zur Gestaltung beigetragen haben, sowie Vertreter der Stadt Bad Tölz und des staatlichen Schulamtes und die Presse.
Tische, daneben gestapelte Stühle in Mensa

Vorher

Mit Tischdecken gedeckte Tische in Mensa

Nachher

Schulleiterin Christine Janning
"Vor kurzem hatte ich zusammen mit anderen Schulleitern von Ganztagschulen einen regen Austausch über den Ganztagsbetrieb allgemein und Mensa und Mittagessen im Besonderen. Seitdem bin ich noch zufriedener darüber, dass wir das Coaching durchgeführt haben und so richtig stolz auf unser Ergebnis."
Elternvertreter im Essensgremium Herr Swen Kaiser
"Mit unserem Coach Frau Scheidler schafften wir etwas ganz besonderes für unsere Ganztagskinder. Mit einem sehr professionellen Ansatz, klarer Aufgabenverteilung und der nötigen Erfahrung verbesserten wir einen kühlen, langweiligen, lauten Essensraum in eine sehr einladende, geräuschärmer geschmackvoll-bunte Schulmensa. Eigentlich kommen die O-Töne von den Kindern, welche mit einbezogen wurden und denen das Essen jetzt wieder schmeckt und der Aufenthalt Spass macht."
Sachaufwandsträger Frau Lorenz von der Stadt Bad Tölz
"Als Sachaufwandsträger hat uns am Coaching besonders gut die kooperative Zusammenarbeit mit allen Beteiligten gefallen. Dadurch konnte nicht nur auf die Bedürfnisse der Schüler, sondern auch auf die Wünsche der Eltern und Lehrer eingegangen werden. Uns freut es sehr, dass durch das Coaching im Laufe des Schuljahres viele positive Veränderungen in der Schulmensa vorgenommen wurden."

Ansprechpartner und Kontakt:
Jahn-Grundschule Bad Tölz
Jahnstr. 9, 83646 Bad Tölz
Schulleitung: Christine Janning
Verpflegungsbeauftragte: Birgit Veigl
Coach: Barbara Scheidler
Internet: www.jahngrundschule-badtoelz.de Externer Link

Grund- und Mittelschule Chieming

Die Grund- und Mittelschule Chieming, die von 257 Schülern besucht wird, sieht die Mittagsverpflegung als festen Bestandteil des pädagogischen Konzepts ihrer Offenen Ganztagsschulen (OGS). Die Mittagspause soll für alle teilnehmenden Personen eine wertvolle und Gewinn bringende Zeit im Tagesablauf sein. In Zusammenarbeit mit der Klinik Alpenhof Chieming erhalten die Grund- und Mittelschüler räumlich getrennt ein warmes Mittagessen.

Herausforderungen

  • Das Mittagessen für die Schüler der Offenen Ganztagsschule liefert ein regionaler Anbieter warm an. Seit dem Jahr 2016 können die Schüler aus zwei Gerichten wählen. Trotzdem bleiben noch Wünsche zum Speisenangebot offen.
  • Die Industriespülmaschine hat nicht die notwendigen Ablageflächen und Spülbecken. Genutzt wird sie bisher nur von der Mittelschule.
Speiseraum Mittelschüler Klein

  • Das Essen wird in zwei Räumen ausgegeben: Für die Grundschüler im Aufenthaltsraum der OGS, für die Mittelschüler in der Schulküche. Eine Ausgabetheke ist nicht vorhanden, dementsprechend stellt die Einhaltung der Hygienestandards für die OGS-Betreuer eine Herausforderung dar.
  • Die 33 Grundschüler essen an drei großen Tischen, die in dem zu kleinen Raum eng beieinander stehen. Der Geräuschpegel ist hoch, einerseits aufgrund der lebhaften Tischgespräche der Schüler, andererseits aufgrund einer fehlenden Lärmdämmung.
  • Im Rahmen eines Umbaus soll in den nächsten Jahren eine neue Mensa entstehen. Bei der Planung sollen die Bedürfnisse der Ganztagsklassen und die Erfahrungen mit der Verpflegung berücksichtigt werden, damit dann alle Abläufe reibungslos funktionieren

Lösungsansätze

  • Ein Essensgremium wird gegründet – alle an der Schulverpflegung Beteiligten sitzen an einem Tisch: Schulleitung, Sachaufwandsträger, Lehrerin als Verpflegungsbeauftragte, Schüler, Betreuer der Ganztagsschule und Essensanbieter.
  • Ein Treffen mit allen Ganztagsschülern der Mittelschule zum Speiseplan wird geplant. Einerseits sollen die Schüler dabei ihre Wünsche und Anregungen zum Mittagessen formulieren, andererseits erhalten sie Hintergrundinformationen zur Erstellung des Speiseplans. Zum Beispiel warum es Gerichte wie Pizza im Rahmen der Warmverpflegung nicht gibt oder was mit dem DGE-Qualitätsstandard gemeint ist.
  • Die Kommunikation zwischen Essensanbieter und Schule wird neu organisiert und führt zu Verbesserungen in der Akzeptanz der angebotenen Verpflegung und zur weiteren Steigerung der Qualität.
  • Durch die Einrichtung eines Computer-Arbeitsplatzes im Raum der Offenen Ganztagsschule Mittelschule kann die Essenbestellung nun passgenau und namentlich erfolgen. Die bestellten Essen sind den Schülern klar zuzuordnen.
  • Außerdem ermöglicht der Essensanbieter den Ganztagsschülern in diesem Schuljahr einen Besuch in der Küche - damit die Schüler wissen, woher ihr Essen kommt.
  • Eine Akustikfirma soll die Lärmbelastung im Speiseraum der Grundschule messen und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen vorschlagen. Gleichzeitig werden alle Stühle und Hocker mit Filzgleitern versehen.
  • Die Industriespülmaschine wird um Spülbecken mit Brause und Ablageflächen ergänzt, damit sie von Grund- und Mittelschule optimal genutzt werden kann.
  • Aus den bisherigen Erfahrungen mit der Mittagsverpflegung sollen die Wünsche und Anforderungen des Essensgremiums an die geplante neue Mensa in einem der Treffen formuliert werden.
Coaching Schulverpflegung 2016/2017
Ergebnisse

  • Die Ganztagsschüler beteiligten sich mit ihren Ideen und Wünschen zum Speiseplan beim Treffen mit dem Essensanbieter. Einiges wurden sofort umgesetzt, z.B. gab es in der kalten Jahreszeit oft Suppe anstelle von Salat. Manche Wünsche sollen im zukünftigen Speiseplan berücksichtigt werden. Die Schüler kennen nun aber auch den DGE-Qualitätsstandard und verstehen, warum es manche Gerichte nicht geben kann.
  • Die Einführung des neuen Speiseplans, geplant für Mai 2017, verzögert sich aus betrieblichen Gründen des Essensanbieters. Gleiches gilt für den Besuch der Ganztagsschüler in der Küche.
  • Eine gute Kommunikation ist allen Beteiligten wichtig und hat sich im Laufe des Coachingjahres bewährt: Die meisten Probleme werden direkt zwischen den Betreuern der Ganztagsschule und der Küche geklärt.
  • Aufgrund der neuen Bestelllisten gibt es keine Missverständnisse mehr: jeder Schüler bekommt das Essen, das er selbst ursprünglich bestellt hatte.
  • Die Industriespülmaschine ist nun von Grund- und Mittelschule optimal nutzbar. Den Ganztagsbetreuern wird die Arbeit dadurch sehr erleichtert.
  • Filzgleiter an den Stühlen im Mittagsraum der Grundschule verringern die Lärmbelastung. Das Essensgremium ist sich jedoch einig, dass weitere Maßnahmen notwendig sind.
  • Wann eine neue Mensa im Rahmen eines Umbaus der Schule entstehen wird, ist noch unklar. Trotzdem hat das Essensgremium Wünsche und Anforderungen als Grundlage für die künftigen Planungen formuliert.

Alexander Fietz (Schulleiter):

  • "Im Coachingprojekt werden Betroffene zu Beteiligten gemacht." (im Hinblick auf die Mitarbeit der Schüler).
  • "Es ist durch das Coaching schon so viel passiert allein dadurch, dass man miteinander redet."

Ansprechpartner und Kontakt:
Grund- und Mittelschule Chieming
Josef-Heigenmooser-Str. 45, 83339 Chieming
Schulleitung: Alexander Fietz
Verpflegungsbeauftragte: Sandra Biro
Coach: Doris Bernhofer
Internet: www.schulen-chieming.de Externer Link

FOS/BOS Freising

Außenansicht Schulgebäude FOS/BOS Freising
850 Schülerinnen und Schüler besuchen die FOS/BOS Freising. Die Schule ist aktiv im Qualitätsmanagement und hat sich zum Ziel gesetzt, im Schulkiosk eine gesündere Verpflegung anzubieten. Besonderheit sind die Ansprüche der Kiosk-Kunden. Viele legen ein gewisses Bewusstsein für gesunde Ernährung an den Tag und haben entsprechend höhere Ansprüche. Andere wiederum lassen sich nicht gerne etwas vorschreiben, deswegen muss das Essensgremium im Vorfeld auch Überzeugungsarbeit leisten. Das Jahresziel der Schule ist, dass sich JEDER Schüler in der Schule ausreichend verpflegen kann.

Herausforderungen

Food-Truck

Food-Truck

Das Angebot in der Pause soll ausgeweitet werden. Schüler, Elternschaft und Schulleitung wünschen sich Fingerfood-Angebote, Smoothies, mehr Obst und Vollkorn. Das bisherige Angebot in den beiden Pausen hat mengenmäßig oft nicht bis zum Ende der zweiten Pause ausgereicht. Somit ist auch ein Mehrangebot der Speisen erforderlich.
Das Essensgremium wird sich zusammen mit dem Coach zusätzlich darum kümmern, für die Mittagspause ein adäquates Angebot zu etablieren. Es wurden noch keine konkreten Schritte umgesetzt, es werden derzeit Außer-Haus-Angebote von einigen Caterern eingeholt.
Eventuell kann auch der Automat mit Milchgetränken zusätzlich bestückt werden.

Lösungsansatz

Angebot

Angebot

Es wurde eine Wunschliste der Schüler erstellt, welche Snacks im Pausenverkauf zusätzlich gewünscht werden, u.a. Smoothies, frische Säfte, Vollkornbrot mit Frischkäse, Trinkjoghurt oder täglich frisches saisonales Obst…
Herr Sehling, der Hausmeister, versucht, den ein oder anderen Wunsch auf der Speisekarte zu etablieren. Smoothies, Fruchtsäfte, Trinkjoghurt und Vollkornbrot werden seit einigen Wochen angeboten. Das Angebot soll weiterhin erweitert werden.

Ergebnisse

Gesunde Snacks

Gesunde Snacks

Angebot
Da täglich Nachmittagunterricht an der Schule ist und die Schüler zur Mittagszeit keine Verpflegungsmöglichkeiten in oder um die Schule herum haben, wurde nun ein Foodtruck der Firma MEZZE geordert, der 1x/Woche (momentan mittwochs) auf dem Pausenhof kleine Mittagsmahlzeiten verkauft. Dies findet momentan relativ großen Anklang. Da ab April/Mai einige Klassen aufgrund der Abiturprüfungen weggefallen sind, bleibt bis jetzt der Mittwoch als einziger Tag, an dem der Foodtruck kommt. Zusätzlich wird aber montags und donnerstags in der Pausenverpflegung zur Mittagszeit Pizza angeboten. Diese wird von einem örtlichen Pizzaservice in die Schule gebracht. Somit haben die Schüler an diesen Tagen die Möglichkeit, sich in der Schule mit Essen zu versorgen. Das Angebot wird weiter ausgebaut.
Ab September 2017 werden dann zusätzlich an drei Tagen mittags innerhalb der Schule vom Hausmeister kleine Mahlzeiten ausgegeben. Diese werden von Firmen angeliefert, müssen vom Hausmeister und seinem Team nur noch an die Schüler verteilt werden. Es soll geben: Pizza, Schnitzelsemmeln, Subway-Sandwiches. Der Foodtruck von der Firma Mezze wird weiterhin mittwochs kommen, um den Schülern ein abwechslungsreiches Angebot zu gewährleisten.
Da aus wirtschaftlichen Gründen kein weiteres Personal eingestellt werden kann, wird das dreiköpfige Team des Hausmeister-Kiosks weiterhin unter der Besetzung arbeiten. Es wurden bereits einige neue Angebote in den Verkauf integriert, z.B. Smoothies und Trinkjoghurts, andere wurden wieder abgesetzt, z. B. Orangensaft und Frischkäsestangerl.
Gemütliche Sitzgelegenheiten

Gemütliche Sitzgelegenheiten

Atmosphäre
Die Ausgabetheke wirkte vorher einfarbig und kahl. Der Wasserspender stand unscheinbar in einer Ecke der Aula. Beides gestaltet eine Schüler-AG nun bunter. Es wurde ein Raum für die Oberschüler eingerichtet, in dem genug Sitzmöglichkeiten vorhanden sind. In der Aula befinden sich nach wie vor ein paar Stehtische und Sitzgelegenheiten auf den Treppen. Im neuen Schuljahr soll ein Name für den Kiosk gefunden und dieser farblich gestaltet werden.
Werbung für die Verpflegung

Werbung für die Verpflegung

Organisatorisches
An der Ausgabetheke befindet sich nun ein Schild über das aktuelle Tagesangebot. Auf Neuerungen im Angebot wird sowohl auf der ausgehängten Speisekarte, als auch durch externe Hinweisschilder "ab sofort gibt es bei uns ….. Smoothies (z.B.)" hingewiesen, sodass dies für alle Schüler sofort ersichtlich ist.
Tassenpfand wurde eingeführt. Es wird nun pro ausgegebener Tasse ein Pfand von 1 Euro verlangt mit dem Ziel, dass alle Tassen von den Schülern selbstständig wieder an der Theke zurückgegeben werden. Dies erspart dem Personal am Kiosk Arbeit und Zeit, da vorher die Tassen im ganzen Schulhaus eingesammelt werden mussten.

Ansprechpartner und Kontakt
FOS/BOS Freising
Wippenhauser Str. 64, 85354 Freising
Schulleitung: Roswitha Stichlmeyr
Verpflegungsbeauftragte: Jutta Kunstmann
Coach: Sonja Fäustlin
Internet: www.fosbosfreising.de Externer Link

Berufsschulzentrum Miesbach

Die Berufsschule wird von ca. 1.500 Schülern besucht, die teils im Block-, teils im Tagesunterricht beschult werden. Täglich verkehren ca. 600 Schüler an der Schule. Im Schulgebäude befindet sich ein Kiosk mit Pausenverkauf.

Herausforderungen

  • Seit es in der Umgebung der Schule zunehmend attraktive Mittagsangebote gibt, kaufen immer weniger Schüler am Pausenkiosk ein. Konstante Verkaufszahlen sind jedoch wichtig für die Wirtschaftlichkeit und damit den Erhalt des Pausenverkaufs.
  • Ein umfangreiches und für Schüler attraktives Angebot kann der Kiosk unter anderem aufgrund der räumlichen Ausstattung derzeit nicht bieten. So sind überwiegend herzhaft belegte Semmeln, Pizzaschnitten und süßes Gebäck im Angebot. Viele Schüler wünschen sich mehr Abwechslung in Form von frischen Speisen wie Obstsalat, Fruchtquark oder Salaten. Diese Speisen sollten ohne gesundheitsschädliche Zusatz- oder Inhaltsstoffe zubereitet sein. In diesem Zusammenhang müssen die Arbeitsweise der Zubereitung und die Kühlmöglichkeiten verbessert werden.
  • Manche Speisen bietet die Kiosk-Betreiberin auf Vorbestellung an, zum Beispiel auch Salate. Diese Möglichkeit müsste mehr beworben werden.
  • Das Verpflegungsangebot in der Schule ist wichtig – darin ist sich die ganze Schulfamilie einig. Gemeinsam will man sich in diesem Schuljahr für ein attraktives, akzeptiertes, wirtschaftliches und gesundheitsförderliches Pausenangebot einsetzen.

Lösungsansätze

  • Das neu gebildete Essensgremium mit der Verpflegungsbeauftragten Frau Beilhack, der Essensanbieterin Frau Biemesmeier sowie Schülern verschiedener Klassen trifft sich seit Schuljahresbeginn regelmäßig. Die Schulleitung nimmt bei Bedarf ebenfalls an den Sitzungen teil.
  • Die Angebotsliste wird überarbeitet und übersichtlicher gestaltet: die bisherigen Renner wie z.B. Leberkäsesemmeln und Pizzaschnitten bleiben, selten nachgefragte Produkte werden von der Liste gestrichen. Stattdessen wird das Angebot gesünder - mit belegten Vollkornsemmeln sowie frisch zubereitetem Fruchtjoghurt. Nach und nach soll das Angebot frischer Speisen erweitert werden, z.B. mit Müsli, Rohkost und Salaten.
  • Für die Klassen im Nebenhaus gibt es künftig die Möglichkeit der Sammelbestellung. Die Schüler erhalten dann pünktlich zur Pause die gewünschte Brotzeit. In einem Testlauf mit der Klasse der Verpflegungsbeauftragten wird dieses System anhand der neuen Bestellliste erprobt.
  • Für den Kiosk im Haupthaus werden neue Körbe zur Präsentation des Pausenangebotes bestellt: die blauen Plastiksteigen werden ersetzt durch optisch ansprechende naturfarbene Flechtkörbe aus Kunststoff. Ein Korb mit Spuckschutz wird direkt auf der Theke platziert, um die neuen Vollkornangebote direkt ins Sichtfeld der Kunden zu rücken.
  • Damit alle Schüler auf das neue Angebot aufmerksam werden, plant das Essensgremium Werbemaßnahmen:
    Die neue Angebotsliste soll deutlich sichtbar neben der Verkaufstheke angebracht werden.
    Zusätzlich wird in jedem Klassenzimmer ein Flyer zum neuen Pausenangebot ausgehängt – auf Wunsch der Schüler mit Informationen zur Herkunft der Lebensmittel.
  • Im Rahmen eines Projektes erstellen Schüler aus dem Fachbereich Gastronomie eine Präsentation für die Info-Bildschirme in der Schule. In Zusammenarbeit mit der Essensanbieterin werden dazu die Speisen fotografiert und in die Präsentation eingearbeitet.
Belegte Brötchen unter einer durchsichtigen KunststoffhaubeZoombild vorhanden

Semmel ansprechend dargeboten

Ergebnisse
Ein neuer Korb direkt auf der Verkaufstheke im Blickfeld der Kunden: die mit Käse und Rohkost belegten Vollkornsemmeln kommen bei den Schülern gut an und werden vermehrt nachgefragt.
Auch die weiteren Angebote werden in den neuen Körben ansprechend präsentiert und kommen optisch besser zur Geltung.
Die frisch zubereiteten Fruchtjoghurts werden dagegen noch schlecht angenommen, da die Zubereitungsart und Qualität des Produktes noch verbesserungsfähig sind.
Da keine Kühlvitrine vorhanden ist, müssen sie weiterhin - für die Schüler nicht sichtbar - im Kühlschrank gelagert werden. Künftig soll zumindest ein Muster auf der Theke dafür werben.
Die Anschaffung einer Kühlvitrine sollte noch einmal überdacht werden.
Abwechslung ist den Schülern wichtig, deshalb wird die Kioskbetreiberin in den Sommerwochen frische Salate wie z.B. Hirtensalat oder Couscous-Salat im Becher anbieten.
Grundsätzlich würde die Möglichkeit bestehen, dass die Schüler im Nebenhaus per Sammelbestellung ihr Pausenbrot bestellen.
Die im Essensgremium erarbeitete neue Speisen- und Getränkekarte hängt nun gut sichtbar direkt neben der Verkaufstheke.
Auf dem Info-Bildschirm läuft die neue von Schülern erstellte Präsentation mit Fotos der Pausensnacks.
Noch sind die Verkaufszahlen insgesamt nicht gestiegen. Die Mitglieder des Essensgremiums sind sich jedoch einig, dass es Zeit braucht bis die Maßnahmen wirken und sich die neuen Angebote bei allen Schülern herumsprechen.
Unterstützend werden alle Lehrkräfte als Multiplikatoren von der Verpflegungsbeauftragten noch einmal per Mail auf das Kioskangebot hingewiesen, sobald die Angebotsliste vorliegt.
Auch ist allen Beteiligten bewusst, dass die weitere Zusammenarbeit wichtig bleibt, um die Pausenverpflegung qualitativ und ansprechend weiterzuentwickeln und zunehmend ins Blickfeld der Schüler zu rücken.
Verpflegungsbeauftragte:
"Wir sind jetzt im richtigen 'Fahrwasser' und können gut weiter an der Verbesserung der Verpflegungssituation arbeiten."
Essensanbieterin:
"Die strukturierte Zusammenarbeit im Coaching war super".

Ansprechpartner und Kontakt
Berufliches Schulzentrum Miesbach (Berufsschule)
Am Windfeld 9, 83714 Miesbach
Schulleitung: Martin Greifenstein
Verpflegungsbeauftragte: Daniela Beilhack
Coach: Doris Bernhofer

Internet: bsz-mb.berufsschulnetz.de Externer Link

Mittelschule Peslmüllerstraße München

Mittelschule Peslmüllerstraße München

Von den 600 Schülern der Mittelschule in der Peslmüllerstraße besuchen rund 100 den gebundenen Ganztag und essen mittags in der neuen Mensa. Der Schule liegt es am Herzen, die Mittagspause positiv, wohltuend, entspannt und in allen Bereichen gelungen zu gestalten, sodass der Nachmittagsunterricht gestärkt und motiviert beginnen kann.
Herausforderungen
Seit dem Schuljahr 2014/2015 gibt es eine eigene Mensa. In dem hellen, großen Raum können die Kinder der Ganztagsklassen in Ruhe essen. Das Problem: Das aktuelle Betreibermodell läuft im Schuljahr 2016/17 aus. Für das kommende Schuljahr müssen das zukünftige Betreibermodell und Küchensystem neu gewählt werden.
Der Wechsel ist eine gute Gelegenheit, das Speisenangebot zu überdenken. Erfüllt das Angebot die Bedürfnisse der Schüler und die Vorstellungen der Schule? In die Diskussion, was der Schulfamilie im Bereich Mittagessen wichtig ist, sollen auch die Erfahrungen aus dem Mittagsbetrieb der letzten Monate einfließen. Das Essensgremium ist gespannt auf das Ergebnis.
Lösungsansätze

Aus den Überlegungen zum "Betreibermodell der Zukunft" kristallisiert sich schnell ein zentrales Anliegen aller Beteiligten heraus: Die Schülerinnen und Schüler sollen stärker in den Mensabetrieb eingebunden werden. Doch wie kann man das im laufenden Schulbetrieb ohne Unterrichtsausfall schaffen? Es werden verschiedene Modelle und Ansätze durchdacht, bis ein tragfähiges Schulkonzept gefunden ist: Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen mit dem BOZ-Fach Soziales haben einmal wöchentlich das Fach Kochen mit 4 Unterrichtseinheiten. Der Unterricht findet einmal wöchentlich in zwei Gruppen statt. Im Rahmen dieses Unterrichts sollen die Gruppen abwechselnd jede zweite Woche in der Mensa aktiv mithelfen. Es ist ein Schüler-Küchenteam, das sich um die Zubereitung einer Komponente oder eines Menüteils kümmert, ein Service-Team, das das Aufdecken, die Dekoration und andere Vorbereitungen im Speiseraum übernimmt, und ein Spülteam, das beim Aufräumen hilft, geplant. In der jeweils anderen Woche findet für die Gruppe der reguläre Unterricht in der Schulküche statt. So kann der Schulstoff durchgenommen werden und durch die praktischen Erfahrungen in einer Großküche vertieft werden. Ganz nebenbei werden Kompetenzen wie Teamarbeit und Kundenorientiertheit geschult. Die ersten Verhandlungen mit einem Küchenbetreiber laufen bereits auf Hochtouren.
 

Tische und Stühle im SpeisenraumZoombild vorhanden

Speisenraum

Ergebnisse
Das Konzept für den Mensabetrieb steht und ein Betreiber ist gefunden. In Zukunft werden die Speisen vor Ort in den Küchenräumen der Mensa regeneriert und die Frischeanteile, wie Obst und Rohkost, vorbereitet. Die Standzeiten des Essens in den Warmhaltetheken können so auf ein Minimum reduziert werden. Denn es wird für jede Essensschicht extra genau zubereitet. Die Einbindung der 8. Klassen im Rahmen ihres Fachunterrichts "Soziales" in den Mensabetrieb an einem Wochentag ist für das Schuljahr 2017/18 fest eingeplant.

Ansprechpartner und Kontakt
Mittelschule Peslmüllerstraße München
Peslmüllerstr. 8, 81243 München
Schulleitung: Rudolf Weiß
Verpflegungsbeauftragte: Nicole Fihlon
Coach: Dr. Claudia Osterkamp-Baerens
Internet: hs-pasing.de Externer Link

Gymnasium Oberhaching

Außenansicht Gebäude und Pausenhof Gymnasium Oberhaching
Das Gymnasium besuchen 1.050 Schüler. Die Mensa OHArante besteht seit 2008. Die Pächterin hat eine Teilzeitangestellte und wird zusätzlich von einem Pool von ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützt. Der Mensaträgerverein als Vertreter von Schüler-, Lehrer- udn Elternschaft koordiniert die Interessen von Schulleitung, Zweckverband, Mensa-Nutzern und der Pächterin.
Herausforderungen
Das Schülerunternehmen "mathe macchiato" und die Mensa "OHArante" in einem eigenen, hellen und durchdachten Bau im Schulhof sorgen für das leibliche Wohl in der Mittagszeit. Schule und Schüler sind mit beiden Angeboten zufrieden. Die Mensa ist akzeptiert, hat jedoch zu kämpfen: Die Ausgabe und der Spülbetrieb sind nur mit ehrenamtlicher Unterstützung aus der Elternschaft zu bewältigen. Die wird zunehmend schwieriger zu organisieren. An starken Tagen gibt es lange Schlangen an der Ausgabe: Für das OHArante-Team bedeutet das Stress, für die Schüler und Lehrer Warten.
Eine Analyse der Essenszahlen hat gezeigt, dass sich beiden Mittagsangebote keine Konkurrenz machen. Das OHArante spricht vor allem Schüler der Unterstufe und Teile der Mittelstufe an. Die höheren Klassenstufen bevorzugen das mathe macchiato. Das OHArante verliert ab den Faschingsferien deutlich an Kundschaft: Dadurch sinken die Einnahmen und erschweren es, einen konstanten Mitarbeiterstamm über das ganze Schuljahr zu finanzieren.
Das Essensgremium will aktiv nach Ideen suchen, um die Essenszahlen von September bis Juli konstant hoch zu halten. Ursachen für die langen Warteschlangen bei voller Auslastung der Mensa sind: ungleiche Verteilung der Schülerzahlen auf die beiden Mittagsschichten, hoher Zeitaufwand bei der Bezahlung, teilweise aufwändig zu portionierende Gerichte und der parallel laufende Kioskbetrieb. Mit diesen Punkten will sich das Essensgremium ebenfalls beschäftigen.
Neues Speisenangebot

Neues Speisenangebot

Lösungsansätze
Mit Beginn des zweiten Halbjahres konnten die Wartezeiten an der Ausgabe reduziert werden: Ein klarer Schöpfkellenplan sorgt für eine schnellere Portionierung. Die parallel laufende Ausgabe der Lehreressen wurde umgestellt und besser in die Ausgabeprozesse an die Schüler eingebunden. Dem Stundenplanteam ist es gelungen, bereits zum Halbjahr eine homogenere Verteilung der Klassen über die beiden Mittagsschichten umzusetzen. Zur Entlastung des Mensateams übernehmen die Schüler die Tischreinigung. Der Schüler-Ordnungsdienst, der routinemäßig bereits im Schulhaus unterwegs ist, macht nun auch einen Abstecher in die Mensa und sammelt den in der Mittagspause hinterlassenen Müll ein.
Die SMV recherchierte unter der Schülerschaft die Gründe, die zu den sinkenen Essenszahlen in der Mensa im zweiten Halbjahr führen. Es scheint vor allem das Bedürfnis zu sein, in der Mittagspause raus ins Freie und an die Sonne zu kommen, statt sich in der Mensa aufzuhalten. Das Essensgremium überlegt daher, im zweiten Halbjahr ein "Lunch to go" einzuführen. Die ersten Lunch-Boxen wurden bereits geplant. Im Mai soll diese Idee erstmals als Aktion getestet werden. Die SMV hat angeboten, dieses Sommerspecial im Rahmen der SMV-Durchsagen vor Schulbeginn aktiv zu bewerben.
In puncto Abrechnungssystem wurde in einem ersten Schritt zur Vereinfachung der Preis für beide Menüangebote angeglichen. Als nächstes kommt das aktuelle Bezahlsystem auf den Prüfstand.
Neue Speisenausgabe mit ansprechenden Snacks

Neue Speisenausgabe mit ansprechenden Snacks

Ergebnisse
Im Mai hatte das Sommerspecial Premiere: Frisch zubereitete, handlich gerollte Wraps, dazu Wassermelone und ein kleines Waffelherz, liebevoll als To-Go-Version zusammengestellt. Vor allem bei den jüngeren Schülern kam die Aktion gut an.
Bewährt hat sich das neue Konzept für die Lehreressen. Statt sich in Bestelllisten einzutragen, können Lehrer nun Zehnerkarten kaufen, von der pro Essen ein Feld abgeschnitten wird. Dadurch muss das Küchenteam die Listen nun nicht mehr täglich im Lehrerzimmer abholen. Bei der Ausgabe ist kein Bargeld nötig. Die Lehrer stehen nicht mehr in einer eigenen Schlange an, was zusätzliches Personal gebunden hat. Nun fädeln Lehrer sich an der Ausgabe vorne in die Schülerschlange ein. Die Schüler haben dafür Verständnis.

Ansprechpartner und Kontakt
Gymnasium Oberhaching
Kastanienallee 20, 82041 Oberhaching
Schulleitung: Mathias Müller und Kristina Kalb
Verpflegungsbeauftragter: Stefan Baus
Coach: Dr. Claudia Osterkamp-Baerens
Internet: www.gymnasium-oberhaching.de Externer Link

Grundschule Oberschleißheim Parksiedlung

Außenansicht Grundschule Oberschleißheim Parksiedlung
Rund 250 Schüler besuchen die Grundschule in der Parksiedlung. Die Schulgemeinschaft hat sich entschieden, die Gestaltung des Ganztags Schritt für Schritt weiterzuentwickeln. Die Mittagsverpflegung nimmt sowohl zeitlich als auch inhaltlich einen entscheidenden Raum im Ganztagskonzept ein. Sie soll in einer angenehmen Atmosphäre stattfinden.

Herausforderungen

  • Die Mensa befindet sich im Rahmen einer Ausnahmegenehmigung im Gebäude des Kinderhorts im Untergeschoss. Sie verpflegt Schüler der gebundenen Ganztagsklassen der Jahrgangsstufen eins bis vier. Mit Hilfe des Coachings soll die Mensa zu einer Wohlfühl-Mensa werden. Maßnahmen zur Raumgestaltung, Ausstattung sowie Ablaufoptimierung sollen den Lärmpegel senken und ein freundliches, wohnliches Ambiente schaffen.
  • Die neu eingeführte "Benimm-AG" soll Inhalte, Regeln und Rituale rund um das Thema Mittagessen in den einzelnen Klassen vermitteln.
  • Das Layout des Wochenspeiseplans sowie die Menügestaltung sollen optimiert werden. Zur weiteren Akzeptanzförderung des Essensangebots werden Mitbestimmungsmöglichkeiten der Schüler erprobt.
  • Die Kommunikation und der Informationsfluss in der Schulfamilie und mit den Kooperationspartnern soll verbessert werden.

Lösungsansätze

  • Ein Essensgremium mit Schulleitung, Sachaufwandsträger, Jugendsozialarbeiterin als Verpflegungsbeauftragte, Essensanbieter und Elternvertretung wird gegründet. Alle an der Schulverpflegung Beteiligten sitzen an einem Tisch.
  • Um den gefühlt hohen Lärmpegel in der Mensa zu messen, wird ein Sachverständiger beauftragt, während einer Mittagspause die Lärmimmissionen zu messen und die Schalldruckpegel in einem Messprotokoll zu erfassen.
  • Lärmspitzen werden durch das Geklapper von Geschirr und Besteck sowie das Stühle rücken (Messwerte bis 85 dB) verursacht. Kappen bzw. Gleiter für die Stuhlbeine, Besteckmulden, Tischdecken und Pflanzen sowie eventuell Akustikpaneelen sollen angeschafft werden, um den Geräuschpegel deutlich zu senken und die Raumatmosphäre zu verbessern. Mit viel Engagement und Kreativität wird sofort an der Umsetzung gearbeitet.
  • Der Sachaufwandsträger wird die provisorische Abräumstation durch einen an die Größe der Grundschulkinder angepassten Servierwagen mit Besteck- und Speiserestebehälter ersetzen.
  • Mit den Ganztagsschülern werden Mensa- und Benimmregeln erarbeitet. Sie sollen als „Benimm-Raupe“ plakativ gestaltet und als dekoratives Raumelement in der Mensa aufgehängt werden. Während des Mittagessens sollen die Regeln mit dem pädagogischen Personal eingeübt werden.
  • Die Menüpläne des Caterers mit den zur Auswahl stehenden Speisen werden mit einer Vorlaufzeit von drei Wochen zukünftig per E-Mail an die Schule übermittelt. Die Speisenauswahl erfolgt über das Rektorat in Absprache mit dem Kollegium. Der Wochenspeiseplan soll übersichtlicher gestaltet und zeitnah auf der neu eingerichteten Homepage der Schule veröffentlicht werden.
  • Der Speiseplan-Check wird im Essensgremium ausführlich diskutiert. Viele Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) werden erfüllt. Bei der Speiseplangestaltung soll in Zukunft auf mehr Vollkornprodukte geachtet und die Tagessuppe genauer definiert werden. (z.B. Gemüsesuppe)
  • Um die Akzeptanz des Essensangebots zu fördern, wird die jeweils letzte Woche vor Schulferien zur Wunschwoche erklärt. Auf einer Hitliste sollen die Lieblingsgerichte der Ganztagsschüler erfasst und klassenweise berücksichtigt werden.
Ergebnisse
Mit Hilfe des Coachings ist die Mensa nun zu einer Wohlfühl-Mensa geworden. Die Raumatmosphäre und die Raumakustik wurden sichtbar und spürbar verbessert.
  • Als erste Maßnahme wurden farblich passende Tischdecken, Tischsets aus Filz, Wasserkrüge und Besteckmulden angeschafft sowie die Fenster jahreszeitlich dekoriert.
  • Dank einer unerwarteten zweckgebundenen Geldspende vom Förderverein, die zusätzlich vom Essensanbieter aufgestockt wurde, konnten weiße Akustikpaneelen an zwei Wänden in der Mensa unterhalb der Decke angebracht werden, die deutlich den Geräuschpegel dämmen.
  • Für eine angenehme Essatmosphäre sorgt auch die "Benimm-Raupe Nimmersatt", die von Monat zu Monat gewachsen ist und nun an der Wand hängt. Mensaregeln wurden sukzessive mit den Essensteilnehmern erarbeitet, dekorativ gestaltet und täglich mit dem pädagogischen Personal eingeübt.
  • Ein größenangepasster Servierwagen mit Einhängekörbe ermöglicht den Grundschülern nun ein hygienisches Abräumen ihrer Teller und Speisereste.
  • Die Einführung einer Wunschwoche mit Lieblingsgerichten der Essensteilnehmer ist gut angenommen worden und hat sich als Garant für glückliche und zufriedene Schüler gezeigt.
  • Statt Filzgleiter werden ausrangierte Tennisbälle als Kappen für die Stuhlbeine ausprobiert. Die gelben Tennisbälle wurden vom örtlichen Tennisverein gespendet und passen farblich gut zum vorhandenen Einrichtungskonzept. Das Stühle hin und her schieben ist nun kaum mehr zu hören. Wie sich diese kreative Lösungsidee in der Praxis bewährt, wird von den Mensagängern nun eifrig getestet.
  • Der Essensanbieter bietet mehr Vollkornprodukte auf dem Speiseplan an und die Tagessuppe wird benannt, wobei auch Sonderwünsche geäußert werden können.
Zwei Kinder sitzen an Tisch mit getupfter Tischdecke

Neu gestalteter Speisenraum

Raupe aus laminierten Tonpapierkreisen an der Wand

Benimm-Raupe Nimmersatt

Servierwagen

Servierwagen

Hochgestellt Stühle mit Tennisbällen an den Stuhlbeinen

Alternative zu Filzgleitern

Schulleiterin Frau Frenzel:
"Die Mensa sieht viel einladender aus als zuvor! Auch die Akustik hat sich verbessert. Originell sind die Tennisbälle als Stuhlgleiter. Am schönsten ist unsere Raupe Nimmersatt!"
Elternvertreterin im Essensgremium Frau Fochler:
"Im Essensgremium wurden kleine und große Lösungen gefunden. Es war spannend mitzuerleben, was man ändern kann, wenn die ganze Schulfamilie und ihre Beteiligten konstruktiv zusammenarbeiten. Als Elternvertretung war es für mich interessant einen Einblick „hinter die Kulissen“ zu bekommen und für meinen Sohn und seine Mitschüler/innen die Schule ein Stück schöner zu gestalten."
Herr Graßl vom Sachaufwandsträger Gemeinde Oberschleißheim:
"Das Coaching hat uns als Träger gezeigt, an welchen Punkten im Mensaalltag Verbesserungspotential vorhanden ist und wie wir zum Wohle des beteiligten Personals aber vor allem der Kinder Verbesserungen umsetzen können. Es gelingt teilweise mit relativ einfachen Mitteln, eine große Wirkung für den Alltag zu erzielen. Für die Unterstützung möchten wir uns bei allen Beteiligten herzlich bedanken."

Ansprechpartner und Kontakt
Grundschule Oberschleißheim in der Parksiedlung
Theodor-Heuss-Str. 23, 85764 Oberschleißheim
Schulleitung: Heike Frenzel
Verpflegungsbeauftragte: Sandra Becker
Coach: Brigitte Hepting
Internet: www.gs-parksiedlung.de Externer Link

Mittelschule Vaterstetten

Außenansicht Mittelschule Vaterstetten
Mehr als 140 Schüler besuchen die Mittelschule Vaterstetten, viele davon den gebundenen Ganztagsbetrieb. Der Pausenverkauf findet in einem kleinen Raum statt, der sowohl von der Aula, als auch von draußen betreten werden kann. Die Schule will dabei die Kinder für eine bewusste Ernährung sensibilisieren und einen Bildungsauftrag zu verwirklichen.
Nach dem Coaching der Mittagsverpflegung im Schuljahr 2015/16 beschloss das Essensgremium, dass für eine verantwortungsvolle Ernährung auch die Zwischenverpflegung überdacht werden sollte. In einer Ganztagsschule können die Verpflegungsangebote nicht gänzlich unabhängig voneinander betrachtet werden.
Herausforderungen
Seit dem Schuljahr 2016/17 bietet eine Mitarbeiterin der Gemeinde die Verpflegung in der Vormittagspause am Kiosk an; das ist Neuland für die Gemeinde und Schulfamilie. Süßigkeiten und süße Getränke wurden deutlich reduziert. Die neuen Angebote, wie selbst gebackener Vollkorn-Karottenkuchen, frischer Quark mit Obst oder Gemüseomelettes auf Vollkornbrot, kommen gut an. Größere Mengen, wie die Schüler sie sich wünschen, sind in der Arbeitszeit der Mitarbeiterin kaum umsetzbar.
Die Schulleitung würde zudem gerne das an der Grundschule bewährte Modell der "Bewegten Pause" auch in der Mittelschule einführen: Essen im Klassenverband vor der Pause und Nutzung der kompletten Pausenzeit für Bewegung (Spazierengehen, Fußball oder Volleyball im Pausenhof). Das Essensgremium unterstützt die Idee. Aktuell werden die Möglichkeiten für die Umsetzung geprüft. Zu den Ideen gehören die Einführung eines Bestellsystems mit Lieferung der bestellten Zwischenverpflegung direkt ins Klassenzimmer, eine Straffung des Sortiments und die Einbindung von Schülern in die Zubereitung der Verpflegungsangebote – eventuell im Rahmen der in den achten Klasse geplanten Schülerfirma.
Lösungsansätze
So sehr sich das Essensgremium die "Bewegte Pause" für die Mittelschule gewünscht hat, es musste sich doch von dieser Idee verabschieden. Trotz vieler anstrengender Stunden des Nachdenkes ließ sich kein Organisationsmodell finden, das sich reibungslos in den Schulbetrieb hätte einfügen lassen. Um lange Anstehzeiten am Kiosk zu vermeiden und damit möglichst viel Bewegungszeit für die Pause herauszuholen, wurden inzwischen andere Ideen umgesetzt: So wird das Anstellen am Kiosk durch ein Absperrband besser geführt und durch gezielte Lehrerpräsenz begleitet. Dazu können die Lehrer nach pädgagogischem Ermessen Schüler frühzeitiger in die Pause entlassen. Gemeinsame Pausen im Klassenverband werden gefördert. Das alles hat dazu beigetragen, dass der Pausenverkauf bereits nach den ersten 5 Minuten der Pausenzeit abgeschlossen ist und somit der Löwenteil der Vormittagspause für Bewegung auf dem Schulhof bleibt.
Insgesamt steht das Zwischenverpflegungskonzept der Schule: Montag bis Donnerstag wird Pausenverpflegung vormittags am Schulkiosk angeboten. Freitag übernimmt dies die Schülerfirma der 8. Klassen. Dass keine Süßigkeiten und süßen Getränke (außer Fruchtsaftschorlen) mehr im Angebot sind, wird von den Schülerinnen und Schülern gut akzeptiert und hat sich etabliert. Die Nachmittagspause soll konsequent weiter in Richtung Obstpause gelenkt werden, in der das Obst aus dem Schul-obstprogramm und über Zukauf aus schuleigenen Mitteln im Klassenverband zielgerichtet eingesetzt wird. Diese Regelungen sollen bis Schuljahresnde in einem Leistungsverzeichnis schriftlich zusammengefasst und transparent gemacht werden.
Frau steht hinter Theke

Neuer Schulkiosk

Ergebnisse
Das Zwischenverpflegungskonzept der Mittelschule steht. In der Vormittagspause werden die Schüler, die keine eigene Pausenverpflegung dabei haben, vom Schulkiosk versorgt. Das Angebot dort ist klein, aber fein und wird von einer Mitarbeiterin der Gemeinde Vaterstetten täglich frisch zubereitet. Es werden belegte Semmeln, Laugenstangen und Brezen angeboten, wobei die Hälfte der Semmeln Vollkornprodukte sind. Ergänzend gibt es frisches Obst und frisch zubereitetes Müsli (in der Suppentasse) und für den kleinen Hunger Studentenfutter, Müsli-Riegel und Haferkekse. Dieses Programm wird durch ein täglich wechselndes "Special" erweitert, wie zum Beispiel selbstgebackenen Kuchen oder Gemüse-Omelett auf Vollkornbrot und einmal pro Woche eine klassische Süßigkeit. Das Getränkeangebot umfasst Fruchtsaftschorlen, Wasser und eine kleine Auswahl Säfte (0,33 l). Bei den Schülern ist dieses Angebot inzwischen voll akzeptiert.
Neues Angebot am Schulkiosk

Neues Angebot am Schulkiosk

Eine zusätzliche Öffnung des Kiosks am Nachmittag wurde von den Schülern nicht als notwendig erachtet und daher wieder verworfen. In den Klassen wird Obst als Snack angeboten, das über verschiedene Quellen finanziert wird. Dafür werden gezielt auch eher unbekannte Obstsorten ausgewählt, einmal um die Abwechslung zu fördern, aber auch um den Schülern das breite Obstspektrum nahe zu bringen. Ein erster Entwurf des geplanten Verpflegungsleitbilds, das die Grundüberlegungen und das Konzept kompakt zusammenfasst, liegt vor und wird bis zum Schuljahresende fertig gestellt.

Ansprechpartner und Kontakt
Mittelschule Vaterstetten
Johann-Strauß-Str. 35, 85598 Baldham
Schulleitung: Catherine Aicher
Verpflegungsbeauftragte: Matthias Reis
Coach: Dr. Claudia Osterkamp-Baerens
Internet: gms-vaterstetten.de Externer Link