Borkenkäfer-Gefahr: Erhöhung der Fördersätze für Borkenkäferbekämpfung

Borkenkäfer Holztransport

Borkenkäfertransport

Forstministerin Michaela Kaniber hat die Mittel zur Bekämpfung des Borkenkäfers noch einmal deutlich erhöht. Waldbesitzer erhalten ab sofort bis zu zwölf Euro pro Kubikmeter Holz, wenn sie befallene Bäume rasch fällen und aus dem Wald transportieren. Bislang betrugen die Zuschüsse fünf Euro pro Kubikmeter. „Wir müssen alle Register ziehen, um dem Käfer Brutraum für die weitere Vermehrung zu entziehen“, sagte Kaniber. Denn heuer sei nahezu bayernweit eine besonders starke Vermehrung und Ausbreitung der Käfer festzustellen.
Ab sofort ist zusätzlich zur bisherigen Fördermöglichkeit die Vorbereitung der insektizidfreien Borkenkäferbekämpfung außerhalb Schutzwald förderfähig.
Beispiel: Gehen wir von einem Baum aus mit 1 Festmeter (fm) Stammholz. Hinzu kommen 0,2 fm Kronenmaterial (Waldrestholz), das normal nicht verwertbar ist, aber behandelt werden muss.

Hieraus ergibt sich ein maximaler Fördersatz:

  • 1 fm Verbringen ODER Entrinden à 5€/fm = 5 €
  • 0,2 fm (20%) Aufarbeitung Waldrestholz (Verbrennen, Häckseln) à 5€/fm = 1 €
  • => 1, 2 fm Vorbereitung insektizidfreie Aufarbeitung à 5€/fm = 6 €
  • Summe bezogen auf 1 fm befallenes Borkenkäferschadholz = 12 €

Allgemeine Hinweise:

  • Eine Förderung ist nur möglich für Holzmengen, die anschließend insektizidfrei waldschutzwirksam bearbeitet werden, also ausschließlich in Verbindung mit den Maßnahmen Entrinden, Verbringen und/oder Aufarbeitung von Waldrestholz.
  • Eine rückwirkende Antragstellung ist nicht möglich. Die Förderung der „Vorbereitung“ kann nur bei neu gestellten Anträgen mit dem neuen Arbeitsplan erfolgen.
  • Längerfristig beantragte Maßnahmen von Maßnahmenträgern, die nun auch die „Vorbereitung“ beantragen wollen, können vom Antragsteller zurückgezogen und erneut gestellt werden, wenn mit der Maßnahme noch nicht begonnen wurde.
  • Auch diese Fördermaßnahme ist auf das Jahr 2019 befristet!
  • Gefördert wird auch die insektizidfreie, waldschutzwirksame Aufarbeitung des auf der Schadfläche angefallenen und nicht zur Vermarktung vorgesehenen Waldrestholzes.
  • Es gilt eine Bagatellgrenze von 250 € je Fördermaßnahme.

Unsere Beratungsförster unterstützen Sie selbstverständlich bei der Beantragung dieser Fördermaßnahme.

Beratung und Unterstützung bieten unsere Revierleiter am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg.

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