Initiative des Landkreis Ebersberg
Artenvielfalt im Grünland

Blühende Wiese vor dem Amt

© AELF Ebersberg, G. Kasberger

Helfen Sie mit, die Vielfalt an Pflanzen und Tieren zu erhöhen und leisten Sie damit einen freiwilligen, wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt. Ertragsschwache Ecken oder Streifen werden nur noch zweimal gemäht. Mit artenreichem Saatgut wird die Fläche angereichert.

Ein Beispiel für artenreiches Grünland direkt am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Ebersberg zeigt das Foto.

Blühende Wiesen

Lpv-p1090810 Neu © Landschaftspflegeverband J. RueggZoombild vorhanden

© Landschaftspflegeverband
J. Ruegg

Ein artenreicher Pflanzenbestand stellt sich so ein, in dem viele Insekten, Vögel und andere Tiere ihren Lebensraum finden. Geeignete Flächen für Blühwiesen gibt es viele, z.B. Gewässerrandstreifen, Teilflächen mit ungünstiger Ausformung, ertragsärmere Bereiche wie staunasse oder trockene Standorte, Waldränder oder steile Hänge. Die Menge des Aufwuchses auf den Blühstreifen ist zwar geringer, kann aber als gesundes, strukturreiches Futter für trockenstehende Kühe oder Jungvieh sinnvoll verwertet werden.

Blühende Wiesen

Wiese mit bunten Blumen in der MitteZoombild vorhanden

© Landschaftspflegeverband
J. Ruegg

Um sehr eiweißhaltiges, zartes Gras als Futter für Milchkühe zu erzeugen, werden Wiesen immer früher und häufiger, meist fünf bis sieben Mal im Jahr, gemäht. Diese Form der Nutzung lässt eine Blüte vieler Wiesenpflanzen nicht zu. Bienen und andere Insekten finden daher weniger Nahrung. Unsere Initiative soll einen Beitrag liefern, unseren Landkreis insbesondere auf ertragschwächeren Standorten mehr zum Blühen zu bringen und damit die Artenvielfalt zu fördern.

Artenvielfalt durch differenzierte Grünlandbewirtschaftung

Bläuling - blauer Schmetterling - sitzt auf weißer BlumeZoombild vorhanden

© Landratsamt Ebersberg
R. Holzmann

Wie funktioniert das? Das Grünland wird in seiner Gesamtheit wirtschaftlich genutzt. Auf einer Teilfläche wird eine Blühmischung mit hohem Kräuteranteil eingesät. Dieser Wiesenteil wird nur zweimal, frühestens zum zweiten Schnitt des intensivbewirtschafteten Grünlandes, gemäht. Die Düngung auf dieser Teilfläche wird deutlich verringert oder ganz eingestellt. So kommen Wiesenpflanzen zur Blüte und können absamen.

Unser Angebot

Honigbiene sitzt auf Flockenblume Zoombild vorhanden

© LWG Stefan Berg

Sie besitzen eine geeignete Grünlandfläche? Wir stellen Ihnen gebietseigenes, hochwertiges Saatgut (Blühmischung) kostenfrei zur Einsaat zur Verfügung. Falls gewünscht, überprüfen wir, ob eine Übernahme der Fläche ins Vertrags-Naturschutz-Programm (VNP) oder das Kultur- und Landschaftspflege-Programm (KULAP) möglich ist. Das VNP honoriert freiwillige Leistungen von Landwirten bei der Bewirtschaftung ihrer Flächen. Wir freuen uns über Ihren Anruf.

Ihre Ansprechpartner

Landratsamt Ebersberg:
Roswitha Holzmann
Tel. 08092 823 174

Roswitha.Holzmann@lra-ebe.de

Maschinen-und Betriebsring Ebersberg/München-Ost e.V.:
Josef Winkler
Tel. 08092 269630

Josef.Winkler@mr-ebe.de

Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ebersberg:
Thomas Eberl
Tel. 08092 2699 144

poststelle@aelf-eb.bayern.de